Frühjahrsputz für Dein Leben: Welchen Ballast willst Du loswerden?

Ballast loswerden: Der Frühjahrsputz für Dein Leben

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Endlich ist er da, der Frühling. Die Vögel zwitschern, überall gelbe Narzissen, lila Krokusse und weisse Schneeglöckchen. Alles steht auf Anfang. Neues Leben erwacht, ein ganz neuer Elan, neue Energie, eine Art Aufbruch.

Aber nicht bei jedem steigt mit den Temperaturen auch die Motivation. Während Verliebte auf der Parkbank turteln, schlurfst Du mit gesenktem Kopf zur Arbeit. „Ich habe keine Zeit für all das“, murrst Du und scheuchst eine Taube aus dem Weg. Der Trott des Tages steht an. Viel zu viele E-Mails, viel zu viele Meetings, zu wenig Zeit fürs Mittagessen und zum Durchatmen. Persönliche Ziele und Absichten bleiben hierbei auf der Strecke. Pflichten, Konflikte und Stress hängen wie ein viel zu schwerer Rucksack auf den Schultern. Wie wäre es damit, ein wenig Ballast loszuwerden? Wie wäre es mit einem Frühjahrsputz für Dein Leben?

Ballast loswerden: Wird der Rucksack zu schwer, gilt es aufzuräumen.

Wann ist Aufräumen angesagt?

Jeder Mensch ist anders. Der eine lässt gern die benutzte Kaffeetasse bis zum Abend stehen, der andere muss sie gleich wegräumen. Der eine benutzt den Stuhl im Schlafzimmer als Wäscheständer, der andere setzt sich genau dort hin um zu lesen. Jeder hat eine andere Schmerzgrenze, wenn es um Chaos geht. Fakt ist, es muss dann aufgeräumt werden, wenn der Ballast, wenn das Gerümpel zur Last wird und es uns unglücklich macht. Das zählt für die Wohnung, den eigenen Körper aber auch das Herz und die Seele. Mit der Zeit sammelt sich nicht nur materieller, sondern auch eine ganze Menge emotionaler Ballast an.

Auch in Deinem Unternehmen könnte es allerhöchste Zeit für einen Frühjahrsputz sein. Welcher Ballast liegt auf Deinem Team? Welche Konflikte hängen in der Luft? Welche Projekte schiebt ihr vor euch her?

Der erste Schritt: Eine Bestandsaufnahme

Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du Deinen Tag am Abend Revue passieren lässt? Jetzt stelle Dir vor, wie ein perfekter Tag aussehen würde! Stehst Du zeitig auf? Läuft alles wie geplant? Ist am Abend das E-Mail Postfach leer?

Nun, was müsste sich ändern, damit morgen genauso wird – wie Dein perfekter Tag? Klar, Du wirst (wahrscheinlich) nicht im Lotto gewinnen, das Wetter kannst Du auch nicht bestimmen aber Du kannst entscheiden, wie Du Dich fühlst und wie Du Situationen anpackst.

Mache Inventur!

  • Welche Aufgaben können/sollten delegiert werden?
  • Welche Konflikte sind ungeklärt?
  • Welche Entscheidungen stehen noch aus?
  • Wie aufgeräumt ist Dein Umfeld? (Chaos auf dem Schreibtisch, Wäschestapel zu Hause usw.)
  • Ziehst Du regelmässig Grenzen und kannst auch „Nein“ sagen, wenn Dir etwas zu viel wird?
  • Gibt es Beziehungen, die Dich mehr belasten, als das sie Dir gut tun?
  • Gibt es etwas in Deiner Vergangenheit, was es Dir erschwert, positiv in die Zukunft zu schauen?
  • Hast Du den Eindruck auf der Stelle zu treten?
  • Gibt es Gegenstände, die Dich an belastende Erlebnisse erinnern?

Die Liste könnte noch eine ganze Weile so weitergeführt werden. Nimmst Du Dir die Zeit für Deine ganz persönliche Inventur, wirst Du spüren, wo Deine Prioritäten liegen. Der Ballast, der am meisten drückt, sollte als erster weg. Leite Dir jetzt kleine, erreichbare Ziele ab und formuliere Sie ganz klar.

Eine Übung:

Steh doch gleich einmal von Deinem Stuhl auf! Hoch mit dem Hintern!

Nun konzentriere Dich auf einen Punkt ungefähr drei Meter vor Dir. Stelle Dir vor, an dieser Stelle wäre eines der Ziele, die Du während Deiner Inventur formuliert hast. Wie genau wird es sich anfühlen, wenn Du dieses Ziel erreicht hast? Versetze Dich in genau diese Situation!

Dann gibt es da aber all die Dinge, die uns zurückhalten – Ängste, die Vergangenheit. Letztere holt uns jetzt ganz bildlich ein! Drehe Deinen Kopf nach hinten. Nun versuche loszulaufen und Dein Ziel zu erreichen. Bleibe dabei in genau dieser Körperposition und schaue weiterhin zurück. So richtig funktioniert das nicht, oder? Du siehst schliesslich gar nicht, wo Du hinläufst.

Werde Dir klar, welches Ziel Du vor Augen hast und wirf Deinen Ballast ab.

Der zweite Schritt: Beginne klein und steigere Dich dann

Auch wenn der Wohnungs-Frühjahrsputz oft eine Hauruck-Aktion ist, so muss das gleiche nicht für Deinen Lebens-Frühjahrsputz gelten. Der darf gern auch noch in den Sommer hinein reichen. Wichtig ist, dass Du die Veränderung endlich anpackst und den Ballast los wirst. JETZT geht es damit los!

Beginne zum Beispiel damit, Dich von Spam E-Mails abzumelden, die Dein Postfach zumüllen. Schaffe den Beutel mit den alten Klamotten zur Kleiderspende. Räume Deinen Schreibtisch auf. Wirf die alten Liebesbriefe weg, die Dir jedes Mal, wenn Du sie siehst, Tränen in die Augen treiben.

Du wirst sehen, wie Du Dich Schritt für Schritt leichter fühlst. All diese unerledigten Angelegenheiten hatten sich aufgestaut.

Fokussiere Dich während Deines Frühjahresputzes auch ganz bewusst auf Deine Beziehungen zu anderen. Gibt es jemanden, der Dich mit seiner Nörgelei ständig runterzieht? Gibt es unausgesprochene Konflikte? Fasse Mut und bereinige diese Situationen! Halte Dich von Menschen fern, die Dir nur Energie rauben. Umgib Dich mit denen, die Dich inspirieren.

Tipp zum Abwerfen von Ballast:
Loslassen ist nicht einfach, das ist mir bewusst. Oft verknüpfen wir Gefühle mit Gegenständen, öfter aber noch fürchten wir uns davor, etwas zu bereuen, wenn wir jetzt etwas ändern oder wegschmeissen. Möglicherweise belastet Dich zum Beispiel Dein Job aber Du hast Angst, keinen neuen zu finden oder aber an einen noch schlechteren Arbeitgeber zu geraten. Loslassen bedeutet auch immer Abschied zu nehmen und das fällt nun mal schwer und erfordert Mut.

Mach Dir ruhig eine Pro-Contra-Liste und denke im Detail darüber nach, welche Vorteile es für Dich haben wird, Dich von etwas zu trennen, das Dich belastet. Sei ehrlich zu Dir selbst und Du wirst sehen, wie viel länger die Pro-Liste ist.

Willst Du Ballast loswerden, dann gilt es, jetzt zu beginnen.

Der dritte Schritt: Akzeptiere, was Du nicht ändern kannst

Wenn Du Dich über eine Situation ärgerst, hast Du zwei Möglichkeiten: Du kannst sie ändern oder sie akzeptieren. Du hast die Wahl! Machst Du aber gar nichts, staut sich dieser Frust nur an, belastet Dich und löst Stress aus. Die Folge ist, dass Du Dich noch schlechter fühlst. Möglicherweise badest Du Dich für eine Weile im Selbstmitleid. Früher oder später, wirst Du Dich dem Unangenehmen stellen müssen, oder aber eben akzeptieren, was Du nicht ändern kannst.

Vielen von uns fällt die Sache mit der Akzeptanz wahnsinnig schwierig. Wir verbinden sie mit einer Niederlage, dem Verlust der Kontrolle und leisten aus genau diesem Grund lieber Widerstand. Dieser Kampf kostet Energie, die wir eigentlich für etwas ganz anderes, etwas Positives aufwenden könnten.

Sei nicht so streng mit Dir selbst, nimm eine gelassene Haltung ein und sage Dir öfter mal: „Es ist, wie es ist.“

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Der vierte Schritt: Lerne NEIN zu sagen.

Du gehst zum Meeting, obwohl Du weisst, das die heutige Agenda für Dich irrelevant ist. Du erklärst Dich einverstanden die Arbeit des Kollegen zu übernehmen, obwohl Du doch Zeit mit Deinem Kind verbringen wolltest. Warum fällt das Grenzen setzen eigentlich so schwer?

Lerne, auch mal „Nein“ zu sagen! Nicht immer, konsequent in jeder Situation, sondern dann, wenn Du weisst, Deine Energie wäre an anderer Stelle besser aufgehoben.

Der fünfte Schritt: Fülle den freien Platz mit Neuem

Schlussendlich kannst Du Dich darüber freuen, wie viel freier Dein Leben nun ohne all diesen Ballast ist. Vielleicht hast Du immer noch Zweifel, vielleicht wirst Du die ein oder andere Entscheidung bereuen. Dein Frühjahrsputz kann ein kontinuierlicher Prozess sein.

Ballast loswerden: Fülle den leeren Raum mit Neuem!

Wichtig ist, dass Du den freien Platz nun mit Neuem füllst. Umgebe Dich mit Menschen, die Dich inspirieren, statt mit denen, die Dich runterziehen. Lies ein Buch, statt durch Facebook zu scrollen. Mache am Abend einen Spaziergang statt zum Stammtisch zu gehen.

Ist Dein Ballast-Rucksack leichter, wirst Du noch unbeschwerter tanzen können. Genau das mache ich gern, wenn das Wetter wärmer, die Nächte länger und die Wiesen grüner werden: Energien wecken, mich zu Neuem aufraffen und tanzen, als würde niemand zuschauen. Bist Du dabei?

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Filiz Scarcella ist eine energiegeladene, inspirierende und out of the Box denkende Business Coach|in, Buch-Autor|in und kreative Macherin. Sie zeigt Führungskräfte, Manager, Projektleiter und Unternehmer, wie sie mit ihrer Persönlichkeit punkten, wie sie sich selbst besser vermarkten und wie sie ihre Mitarbeiter zu Mitunternehmer machen.

Dazu hat sie verschiedene Coaching und Mentoringprogramme entwickelt und u.a. das Buch: Vorbildlich Führen geschrieben. Das Ganze wird unterstützt durch Mental-Selfness-Power, was in der Kombination im deutschsprachigen Raum einmalig ist.

Durch ihre Arbeit verhilft sie zu mehr Spass, Erfolg und Sinnhaftigkeit. Stärkenorientiertes Führen ist der Schlüsselfaktor für die neue Arbeitswelt. Filiz hat eine Mission – Sie unterstützt Menschen darin; positiver, selbstbestimmter und leistungsfähiger zu sein und dabei mehr Herz und Mut ins Businessleben zu bringen. Lerne Filiz Scarcella bei einem virtuellen Kaffe kennen. 

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