Innere Stimme als Dein Wegweiser

Deine innere Stimme – Wen hörst Du?

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

In meinem Kopf geht es wild zu. Da galoppieren bunte Zebras umher, da treiben kleine Kopfkobolde ihr Unwesen, der Schweinehund liegt faul herum, ein kleines Mädchen sitzt in der Ecke und wackelt nervös mit den Beinchen. Eine streng daher blickende Dame schüttelt ihren Zeigefinger, während der Blick der Abenteuerlust in die Ferne schweift. So ein Chaos, so ein Krach. Schimpfen, Kichern, Singen, Schreien, Staunen. Hinterfragen.

Kopfchaos - wie hört man da die innere Stimme?

Huch, wer spricht denn da? Es sind meine inneren Stimmen, meine inneren Wegweiser – auch wenn nicht jede von ihnen mir die richtige Richtung anzeigt. Manchmal sind sie auch mehr wie ein Stoppschild und dann wird es an der Zeit, mich von ihnen zu verabschieden. Nicht all diese kleinen Ich’s haben ihre Berechtigung

Meine inneren Stimmen haben etwas mit meinem Denken, aber auch viel mit meinem Fühlen zu tun. Da treffen sich das Herz und Hirn im Magen, um mir als Bauchgefühl Orientierung zu geben. 

Woher kommt Deine innere Stimme?

Nun, es gibt viele Ratgeber, Klatsch- und Tratsch-Magazine und Coaches, die Dir erzählen werden, Deine innere Stimme sei Dein wichtigstes Werkzeug und Du solltest immer auf sie hören. Ganz ehrlich, bei all diesem Krach in meinem Kopf, fällt es mir persönlich schwer, da überhaupt etwas zu verstehen. Ausserdem ist mein Hirn nicht immer da, wo der Rest meines Körpers ist. Ich bin im Jetzt, mein Kopf ist schon in der Zukunft und kurz vor der Ziellinie. 

Die Innere Stimme wird auch Herzstimme genannt

Und genau hier liegt die Herausforderung: Wo in all dem ganzen Geplapper und Gezeter findest Du eigentlich DEINE innere Stimme? Wie kannst Du da wirklich filtern?

Du, ich, wir alle werden mit einer inneren Stimme geboren. Erst einmal ist es ganz leise. Da bist nur Du, so wie Du wirklich bist. Begegnest Du einem Menschen, den Du nicht magst, beginnst Du zu weinen. Verspürst Du Angst, fängst Du an zu schreien. Doch nach und nach wird es immer lauter. Da werden uns Dinge anerzogen, wir saugen althergebrachte Glaubenssätze auf, wir machen das, was von uns erwartet wird. Die innere Stimme wird zu einem leisen Flüstern. „Mensch, jetzt gib doch dem Onkel einen Kuss auf die Wange. Hab Dich nicht so”, sagt da die Mutter, während der Vater über Deine Furcht vor dem Gewitter lacht. 

Sie mag zwar zu einem kleinen Stimmchen verkommen oder eben im Kopfkrach untergehen, aber sie verlässt uns nie. Unsere innere Stimme, unser Unterbewusstsein oder auch Bauchgefühl, geformt aus unseren Gefühlen, Ideen und Bedürfnissen, schaltet sich immer wieder ein. Sie ist wie eine plötzliche Eingebung oder ein Geisteblitz, also die erste Reaktion Deines Unterbewusstseins auf eine Situation. Nur ignorieren wir diese oft oder nehmen sie gar nicht erst wahr. Manchmal ist das auch besser so – nicht immer hat Deine innere Stimme recht.

Sollten wir auf unsere innere Stimme hören?

Unsere innere Stimme ist zunächst immer erst einmal völlig unreflektiert. 

Nehmen wir uns ein Beispiel heran. Zu Beginn des Jahres wollte ich ein Event organisieren – OMZ Open Minds Zürich. Die Sause sollte im April stattfinden, eine Convention mit Querdenkern und Andersmachern. Ich begann mit der Organisation, hatte ein Logo, hatte die Unterstützung meines Netzwerkes, hatte Lust. Wer mir bereits länger folgt, kann sich vielleicht noch an den ein oder anderen Post auf LinkedIn erinnern. 

Nun, Tage und Wochen vergingen und irgendwann fühlte sich die ganze Sache irgendwie nicht mehr richtig an. Mein Unterbewusstsein wollte sich Gehör verschaffen. Mein Bauch streikte. Ich wollte nicht mehr. Doch das schlechte Gewissen sagte: „Du hast da jetzt so viel Arbeit hineingesteckt. Du kannst das Event jetzt nicht mehr absagen.“ Der innere Schweinehund protestierte: „Das wird ein unangenehmes Gespräch mit Deinem Netzwerk. Das willst Du um jeden Preis vermeiden.“ Die Unsicherheit meldete sich zu Wort: „Was sollen denn die anderen von Dir denken?“ Selbst alte Glaubenssätze, Kopfkobolde, kamen aus ihrer Ecke hervor: „Da hattest Du Dir zu viel vorgenommen. Das hätten wir Dir gleich sagen können.“

Egal, ich habe all dies ignoriert und mich auf ein Gefühl verlassen, dass alles andere übertönte. Riskant, aber genau das, was mir mein unbewusster Kompass sagte. Dabei habe ich meine innere Stimme, also meine eigenen Bedürfnisse wirklich wahrgenommen und reflektiert. Ich habe nicht von heute auf morgen das Handtuch geschmissen, sondern hinterfragt, warum ich mich so fühle und wohin der Wegweiser stattdessen zeigt.

Im Nachhinein: Wegen dem Corona-Virus wäre das OMZ abgesagt worden. Das wusste ich natürlich noch nicht, als ich meine Entscheidung traf. Die Zeit und Ressourcen, die ich in dieses Event investiert hätte, nutzte ich, um meine Leadpreneur Challenge und meinen Leadpreneur Circle auszuarbeiten. War es deshalb nun richtig, auf mein Bauchgefühl zu hören? Ja, weil ich mich besser gefühlt habe. Das ist die einzige Erfahrung, die einzige Information, auf die ich mich derzeit berufen kann. 

Die innere Stimme lässt das Herz gewinnen.

Woran orientiert sich unsere innere Stimme?

Und hier kommen wir gleich an einen weiteren wichtigen Punkt. Die Basis unseres Bauchgefühls, unserer Intuition, ist zuerst einmal unser Gefühl, dann aber auch unser individueller Erfahrungsschatz. Im Fall der OMZ, meines Events, stützte sich meine innere Stimme auf eine magere Datenbasis. Ich hatte noch nie zuvor eine Veranstaltung in diesem Masse organisiert und wusste demzufolge nicht, was auf mich zukommt, aber auch nicht, was ich verpasse, wenn es sich auf einmal nicht mehr richtig für mich anfühlt. 

Beim Segeln sieht das anders aus. Ich war oft genug da draussen auf dem Wasser, um zu wissen, was wann passiert und was ich machen muss – ganz intuitiv. Genauso verhält es sich für Torwärter, die den Ball zum hundertsten Mal auf sich zukommen sehen oder für Dich, wenn Du den Weg zur Arbeit im Schlaf fahren könntest. Auch unsere innere Stimme macht es sich gern einfach. Schliesslich sind Entscheidungen anstrengend. Denken ist Arbeit. 

Aus genau diesem Grund richtet sich die innere Stimme ausserdem gern nach dem Mainstream. Für viele ist sie gar zu einem Mitläufer verkommen. Wir kaufen, was unsere Freunde empfehlen oder was über unsere Fernsehbildschirme flackert, wir fliegen nach Mallorca und vermeiden Konflikte. 

Nun stell Dir einmal vor, wie genial anders und kreativ Du sein könntest, wenn Du zu Deiner eigentlichen Stimme zurückfindest! Wie grossartig wäre es doch, wenn Du Dich so zeigen könntest, wie Du wirklich bist – ganz unfrisiert, ungeniert und so fehlerbehaftet, wie wir Menschen nun einmal sind. 

Wie kann Deine innere Stimme lauter werden?

  • Fange mit kleinen Entscheidungen an!

    Wir neigen dazu, unser Leben durchzuplanen und zu Tode zu analysieren. Soll ich den neuen Job annehmen? Wie hoch ist denn der Lohn? Wie weit muss ich täglich fahren? Moment einmal: Würde mir die Arbeit überhaupt Spass machen? Du musst noch nicht einmal mit solch grossen Entscheidungen anfangen. Wenn Du das nächste Mal vor eine Wahl gestellt wirst, dann halte kurz inne und stelle Deiner inneren Stimme bewusst Fragen! Nun horche in Dich hinein!

  • Werden die anderen leiser, wird Deine innere Stimme lauter.

    Folgst Du wie ein braves Schäfchen dem, was alle anderen machen und denken, wird Deine innere Stimme nie zu Wort kommen. Schaffe für Ruhe! Lasse die anderen verstummen, versuche es nicht jedem recht zu machen, höre auf Dich selbst!

  • Höre auf die Schmetterlinge im Bauch!

    Unsere Körper sendet uns ständig unterbewusst Signale. Sicher hattest Du schon einmal Schmetterlinge im Bauch, konntest Dich bei Deinem Lieblingslied nicht davon zurückhalten mitzusingen oder kennst das Gefühl, wenn sich Dir die Nackenhaare hochstellen. Achte darauf, was Dir Dein Körper zu sagen hat!

Ich werde nie Ordnung in mein Kopfchaos bekommen, aber ich weiss mittlerweile sehr gut, wo ich meine innere Stimme finde. Sie ist kein Flüstern und sie schreit auch nicht. Sie ist ein wichtiger Teil von mir, den ich wahrnehme und der mir den Weg weist. Ob ich dann tatsächlich in diese Richtung loslaufe, ist mir überlassen. Doch eines weiss ich: dem Mainstream folge ich nicht.

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