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Better together – In Gemeinschaft fällt’s leichter

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Kannst Du Dich noch erinnern? Für manch einen war sie eine willkommene Ablenkung zum sonst öden auf-die-Tafel-starren, für manch andere war sie der blanke Horror: Die Gruppenarbeit. 

Damals, als ich noch zur Schule ging (oje, jetzt fühle ich mich alt), wurde auf Teamwork nur wenig Wert gelegt. Es ging um die Noten, um die grünen Häkchen und die perfekt aufgetragenen Gedichte. Es ging darum, sich selber durchzuboxen, nicht den Banknachbarn um Hilfe zu bitten und immer schön sauber zwischen den Linien zu schreiben. Wurden wir alle zu Einzelkämpfern herangezogen? Ist das auch heute noch so? Wer hier Erfahrungen hat, die frischer sind als die meinen, darf davon natürlich gern in den Kommentaren berichten. 

Gruppenarbeit – Gemeinsam sind wir genialer!

Ab und zu wurde uns dann aber doch Gruppenarbeit verordnet und an ein Projekt kann ich mich heute noch besonders gut erinnern: Das Italien-Plakat. Vier Neunjährige sollten die Geschichte und Kultur Italiens recherchieren, bunte Bildchen ausschneiden und mit Text hübsch arrangiert auf einem grossen Poster darstellen. Spoiler-Alert: Wir bekamen eine 1 – nicht nur, weil wir super-kreativ waren und trockene Spaghetti aufgeklebt hatten, sondern vor allem, weil wir als Team einfach perfekt funktionierten. 

Gruppenarbeit - Gemeinsam genialer

Da war zum einen Felix, der zu Beginn mit dem ganzen kreativen Mädchenkram gar nichts anfangen konnte, dann aber die coolsten, spannendsten Italienfakten zusammentrug. Seine Stärke lag (und liegt bestimmt auch noch) im Analytischen. Ihm war klar, dass unser Lehrer nicht nur auf die bunten Aufkleber und geschnörkelten Überschriften, sondern auf den eigentlichen Inhalt wert legen wird. 

Benjamin war einer, der war grundsätzlich erst einmal dagegen. Damit meine ich nicht, dass er zu allem „Nein“ sagte, sondern uns immer wieder herausforderte und dazu anregte Neues auszuprobieren (die Spaghetti waren seine Idee). Auch, wenn wir das damals nie zugegeben hätten, sein Kontra hat das Ergebnis erst wirklich zu dem gemacht, was es war. Menschen, die sich anpassen gibt es bereits zu viele. Wir brauchen Leute, wie den Benjamin, der Diversität und Innovation ins Spiel bringt. 

Dann war da noch Anna. Sie war erst vor Kurzem in unser Dorf gezogen, hielt sich während des Unterrichtes eher zurück und blieb auch sonst lieber für sich. Erst kürzlich habe ich mich mit ihr bei einem Klassentreffen unterhalten und sie erzählte mir, dass sie die schiere Angst packte, als sie hörte, sie solle mit dem wilden Benjamin und der fordernden Filiz eine Gruppenarbeit verrichten. Dabei stellte sich heraus, dass Anna damals eine wirklich wichtige Rolle bei der Erstellung unseres Italien-Plakates einnahm. Sie war der Protokollant, der Zeitwächter und der Prozessbeobachter. Ausserdem trug Anna dazu bei, dass wir uns in Empathie übten, darauf achteten andere ausreden zu lassen und unsere Ideen verständlich kommunizierten. 

Und dann war da ich  – Filiz. Aufgewachsen im elterlichen Betrieb, wurde mir der Unternehmergeist praktisch in die Wiege gelegt. Schon früh lernte ich, wie ich Menschen begeistern und bewegen kann, und nicht zuletzt, wie ich Leidenschaft verkaufe. 

Sprung nach vorn, wir sind im Erwachsensein und im Arbeitsleben angekommen. Plötzlich wird von uns erwartet, dass wir ständig kollaborativ zusammenarbeiten. Wir sitzen in Meetings, treffen uns zu Brainstorming-Sessions und schliessen uns zu Netzwerken zusammen – manchmal mehr, manchmal weniger freiwillig. Hier liegt aber auch schon der erste Knackpunkt. Um die wahre „Kraft der Gemeinschaft“ nutzen zu können, ist es Voraussetzung, dass die Mitglieder freiwillig mitmachen. 

Gemeinschaft leben in Gruppe

Was verstehen wir unter Gruppendynamik?

Wenn Du den Begriff Gruppendynamik hörst, was kommt Dir zuerst in den Sinn? Etwas Positives oder Negatives? Oft wird Gruppendynamik mit Gruppenzwang oder Druck in Verbindung gestellt, wobei der Begriff an sich jedoch sehr vielschichtiger ist. 

Grundsätzlich besteht eine Gruppe immer aus zwei und mehr Menschen. Jeder hat hierbei unterschiedliche Eigenschaften, Bedürfnisse und Ziele. Dabei nimmt in der Regel jeder eine unterschiedliche Rolle ein. Gruppendynamik beschreibt die sich ständig ändernden Prozesse: Sympathie, gemeinsames Wachsen, Widerstand, Einflussnahme und so weiter. Eine Gruppe ist nicht statisch, sie verändert sich mit ihrer Dynamik, wird ergänzt und zerfällt. 

Heute finden wir uns immer öfter in einer relativ neuartigen Form der Gruppendynamik wieder. In den sozialen Medien, in Webinaren und Masterminds kommen Menschen in der virtuellen Welt zusammen. 

Ist das nicht Wahnsinn? Wir tauschen uns mit Menschen aus, die wir noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehen haben, die möglicherweise einen absolut anderen kulturellen Hintergrund, andere Erfahrungen haben, als wir selbst. Wir bauen Beziehungen über das geschriebene Wort auf, statt uns auf der Treppe zuzulächeln, statt jemanden anzusprechen und mit einem Händedruck zu begrüssen. Vertrauen nimmt auf einmal eine ganz andere, neue Bedeutung ein. 

Warum nicht einfach alleine?

Warum also kommen wir immer und immer wieder zu Gruppen zusammen – in der realen und der virtuellen Welt? Warum suchen wir uns Gleichgesinnte? Wären wir nicht sicherer, schneller, wäre es nicht einfacher, würden wir einfach allein loslaufen? 

Ganz einfach: Wir brauchen die Gemeinschaft, wir brauchen andere Menschen. Wir sind soziale Wesen. In der positiven Psychologie gelten Beziehungen als einer der wichtigsten Faktoren, um ein erfülltes, glückliches Leben zu führen.

In Gemeinschaft liegt eine unwahrscheinlich gewaltige Kraft. Gemeinsam können wir wahrlich Grossartiges erreichen, wenn wir uns denn darauf einlassen. Warum? Hier sind fünf Gründe, die dafür sprechen mit anderen Hand in Hand, statt alleine loszulaufen (dann ist nämlich auch die Stolpergefahr geringer). 

  1. Mehr Brainpower
    Niemand kann ALLES wissen, niemand hat alle Antworten. Gemeinsam haben wir schlichtweg mehr Brainpower. Wir können unsere Erfahrungen miteinander teilen und andere können von unseren Hürden lernen.

  2. Raus aus der Komfortzone
    Arbeiten wir alleine, ist es so viel leichter aufzugeben und so viel einfacher, in der alten, bequemen Komfortzone zu bleiben. Die Gemeinschaft mit anderen, positiven Menschen hilft uns dabei, unsere Grenzen auszutesten und auszuweiten. Hast Du Dir persönlich ein Ziel gesetzt, kannst Du ganz bewusst die Gruppen auswählen, die Dich dabei unterstützen können, dieses zu erreichen. Je spezifischer die Community, desto spezifischer das Wissen der Mitglieder.

  3. Unterstützung
    An manchen Tagen scheint Dein Ziel so weit weg und unerreichbar zu sein. Mit Menschen an Deiner Seite, die an Dich glauben, die auf Deine Stärken vertrauen und Dir ehrliches Feedback, sowie kraftschenkendes Feedforward geben, wird die Reise gleich leichter.

  4. Neue Ideen
    Verschiedene Personen, verschiedene Erfahrungen, verschiedene Stärken – Jeder von uns geht eine Herausforderung anders an und wir alle haben unterschiedliche Ideen. In meinem Leadpreneur Circle kommen zum Beispiel die verschiedensten Menschen zusammen, um an einer Sache gemeinsam zu arbeiten. Unterschätze nie die Kraft eines Netzwerkes!

  5. Motivation der Gemeinschaft
    Positive Menschen, die an einem Strang ziehen, motivieren und inspirieren sich gegenseitig, geben sich sozusagen Rückenwind. Zudem haben wir verstärkt das Gefühl Rechenschaft ablegen zu müssen, wenn wir mit anderen zusammenarbeiten. So übernehmen wir Verantwortung für unser Handeln und erreichen unser Ziel mit positiver Schubkraft.

Gruppenarbeit & Gemeinschaft Infografik

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig. Es gibt viele, viele Gründe, warum wir zusammen einfach besser dran sind. Wie schön, motivierend, inspirierend ist es doch, Teil einer Community zu sein, ein Wir-Gefühl zu empfinden. Menschen zu haben, denen man bedingungslos Vertrauen schenkt und diese bedingungslos Vertrauen zurückgeben. 

Jetzt wird’s virtuell!

Damals, als wir noch vermehrt in kleinen Dörfern, in Clan oder Familien unter einem Dach lebten, hatte der Begriff Gemeinschaft einen noch höheren Stellenwert, als er es heute tut. Viele von uns fühlen sich heute einsam – mehr vielleicht als je zuvor. Mit der Einsamkeit kommen Depression und Angstgefühle. Ich bin der Meinung, dass es eine der grössten Herausforderungen unser Generation ist, neue Gemeinschaftsformen zu schaffen, ganz einfach, damit wir glücklich, entspannt und sicher sind. Virtuelle Gruppen, wie ich sie bereits zuvor angesprochen habe, können hier eine alternative zur traditionellen Community darstellen. 

Was sind die Unterschiede zwischen der Gruppendynamik in klassischer, analogen Teams versus onlinebasierten Gruppen? 

  • Kommunikation

    In virtuellen Gruppen und den sozialen Medien kommunizieren wir hauptsächlich schriftlich, manchmal auch via Video oder Sprachnachricht. Dabei entstehen ganz neue Herausforderungen, denn Mimik und Gestik, also non-verbale Kommunikation ist auf einmal stark reduziert. Um das gemeinsame Ziel zu erreichen, sollten Mitglieder klar ausdrücken, was sie brauchen, welche Ideen und Fragen sie haben und was sie von den Vorschlägen der anderen halten. Eine verbindliche Nettiquette ist hierbei immer Grundvoraussetzung. Für mich gilt: Würde ich, was ich gerade schreiben oder kommentieren will, niemals persönlich sagen, hat es auch im Internet nichts verloren.

  • Beteiligung

    Ich bin davon überzeugt, dass eine virtuelle Gruppe nur dann Bestand haben kann, wenn deren Mitglieder ein gemeinsames Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen. Das bedeutet auch, dass sich jeder oder zumindest die Mehrzahl der Mitglieder aktiv daran beteiligen, Ressourcen zur Verfügung zu stellen und Wissen zu teilen. In den meisten Gruppen gibt es stille Zuhörer und Mitleser. Richtig bunt und laut wird eine Community aber erst dann, wenn jeder Vogel zwitschern darf, egal wie schräg.

  • Ortsungebunden

    Grundsätzlich, ganz klar: Sind wir Teil einer virtuell Gruppe, ist es ganz egal, wo sich die anderen Mitglieder aufhalten. Die Interaktion erfolgt orts- und meist auch zeitungebunden. Du bist so weit weg … Na und?

  • Flexibilität

    Wohl einer der grössten Vorteile virtueller Gruppen ist die Flexibilität die für den einzelnen mit ihr einhergeht. Du kannst entscheiden, wann Du auf eine Frage antwortest, kannst mit Deinem Smartphone auf der Toilette sitzen oder aber in der Hängematte im Garten liegen. Manche Gruppen verabreden sich zu Zoom- oder Skype-Meetings. Vorteil hier ist, dass niemand eine lange Anreise zum Treffpunkt auf sich nehmen muss.

Was meinst Du sind andere Unterschiede? 

Hallo, ich bin neu hier!

Viele sind bisher der Meinung, virtuelle Gruppen seien nichts für sie. Wem kannst Du schon vertrauen? Wer mag schon die ganze Schreiberei?

Mein Tipp: Probiere es doch einfach einmal aus! Gerade jetzt, wenn wir uns eh nicht draussen im Café oder Restaurant miteinander treffen können, ist das die perfekte Chance etwas Neues auszuprobieren. Trete einem Circle bei oder gründe selbst einen. Stell Dich ganz frech und frei vor: Hallo, ich bin neu hier! Du wirst Dich wundern, was alles passieren kann, wenn Du Veränderung mit offenen Armen begegnest.

Fazit – Gruppenarbeiten – Better together!

Anna, Felix, Benjamin und ich wussten auch damals schon insgeheim: Ziehen wir als Gruppe alle an einem Strang können wir Grossartiges erreichen. Wir können ein Italien-Poster abliefern, dass die Lehrerin vom Stuhl haut. Wir können die Stärken der einzelnen Gruppenmitglieder nutzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. 

Better together! Gemeinsam sind wir genialer! Wir brauchen Beziehungen, wir brauchen andere, wir brauchen Gemeinschaft. Und jeder von uns hat es in der Hand! Wir alle können Gruppen bilden und uns in Communities gegenseitig unterstützen. 

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