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Mach’s mal anders – Warum Veränderungen Chancen sind

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Da klopft es schon wieder an der Tür. Du hattest Dich doch gerade erst gemütlich niedergelassen. Es war doch gerade alles so schön, vertraut. Was ist denn jetzt schon wieder? Widerwillig stehst Du auf und setzt Dich in Bewegung. Du öffnest die Tür und davor siehst Du das bekannte Unbekannte: Veränderung.

Jetzt hast Du die Wahl. Du kannst den Gast anlächeln, hereinbitten und sogleich in eine Unterhaltung verwickeln.

Du kannst die Stirn in Zornesfalten ziehen und mit dem Finger zum Sofa deuten. Dort soll sich die Veränderung hinsetzen, wenn’s denn schon sein muss. So ein Mist, hätte der Gast nicht beim Nachbarn nebenan klingeln können? Jetzt geht sie Dir auf die Nerven und verunsichert Dich auch noch.

Oder Du kannst die Tür zuschlagen. Es wird wahrscheinlich wieder klingeln, immer wieder. Vielleicht kannst Du es ignorieren. Vielleicht auch nicht.

Veränderungen können bedrohlich wirken, wie ein Monster

Veränderungen sind unausweichlich. Sie gehören schon seit Deiner Geburt zum Leben dazu. Es gab eine ganze Menge zu lernen. Das gibt es auch heute noch. Hättest Du die Tür ganz beharrlich immer verschlossen gehalten, wärst Du heute sicher nicht, wo Du bist.

Wie kann Veränderung aussehen?

Veränderung heisst eigentlich nur, dass etwas nicht so bleibt, wie es jetzt gerade ist. Der Begriff beschreibt einen Wandel, von einem Zustand, einer Form, einer Gestalt in eine andere. Sie kann positiv oder negativ sein, je nachdem. Veränderung erfordert immer eine Anpassung und Neuorientierung.

Beispiele für Veränderung könnten sein …

  • Umzug in eine neue Stadt
  • Schwangerschaft und Geburt eines Kindes
  • Ein neues Aufgabengebiet im Job
  • Verliebtsein oder Trennung von einem Partner
  • Neues Computerprogramm
  • Kündigung

Diese Liste könnte unendlich fortgeführt werden. Neue Herausforderungen gibt es ständig und sie sind absolut individuell. Genauso ist es unsere Einstellung gegenüber diesen Veränderungen. Der eine liebt den Nervenkitzel, den ein Wandel mit sich bringen kann. Ein anderer bleibt am allerliebsten in seiner Komfortzone. Hierbei spielen Erfahrungen, die eigene Persönlichkeit und Selbstwahrnehmung eine grosse Rolle. Der entscheidende Faktor ist immer unser Mindset, also unsere Einstellung. Was bedeutet das?

In der Psychologie wird zwischen einem Growth und einem Fixed Mindset unterschieden. Der eine ist der Überzeugung, mit harter Arbeit, Mut und Durchhaltevermögen grossartige Dinge erreichen zu können. Veränderung ist Willkommen, denn sie bedeutet Wachstum. Wer ein Growth Mindset hat, scheut sich nicht vor Herausforderungen.

Ein anderer meint wiederum, Fähigkeiten wären statisch. Wenn ich etwas gestern nicht geschafft habe, dann werde ich darin auch in der Zukunft nicht erfolgreich sein. Veränderungen, Herausforderungen und Konflikte überfordern Menschen mit einem Fixed Mindset schnell.

Grafik: Unterschied zwischen Growth Mindset und Fixed Mindset

Willst Du mehr zum Thema Mindset erfahren, empfehle ich Dir meinen Blogbeitrag „Mindset – Auf die Einstellung kommt es an!

Wenn wir zu Veränderung gezwungen werden

Ob Growth Mindset oder nicht, ob positive Lebenseinstellung oder nicht – manche Veränderungen sind einfach auf den ersten Blick nicht angenehm. Erst recht dann nicht, wenn wir zu ihr gezwungen werden.

Hanne arbeitet seit fast zwanzig Jahren für das gleiche Unternehmen. Sie weiss genau, wo der Hase lang läuft, was wann und wie gemacht werden muss. Ihr Arbeitsalltag bringt kaum noch Überraschungen mit sich und genauso fühlt sich Hanne wohl. Letzte Woche wurde allerdings ein neuer junger Teamleiter eingestellt, der sie heute bezüglich einer neuen Software ansprach. „Aber warum denn etwas Neues? Das alte Programm läuft doch super und ich kenne mich damit aus”, denkt sie, traut sich aber nicht es auszusprechen. Angst überkommt Hanne. Was, wenn sie es nicht gleich kapiert? Was wenn der neue, junge Chef gleich ein schlechtes Bild von ihr bekommt? Was wenn sie einfach nicht mitmachen und das alte Programm behalten würde?

Durch die Digitalisierung kommen Veränderungen auf uns zu.

Kommen Veränderungen von aussen auf uns zu und passen nicht in unser Leben oder unsere Pläne, dann fühlen wir uns schnell fremdbestimmt, manipuliert und als Opfer der Umstände. Ein kleines Rädchen in einem riesigen Räderwerk, das sich immer schneller zu drehen scheint. Wer sich jetzt nicht zügig mitdreht, der bringt das ganze System zum Erliegen. Der Druck, den unsere VUCA-Welt mit sich bringt, die Angst nicht mithalten zu können und als Versager dazustehen liegt vielen schwer auf der Seele.

Doch selbst, wenn wir meinen überhaupt keinen Einfluss mehr auf unsere Situation nehmen zu können, wenn wir uns ganz tief in der Opferrolle befinden, haben wir die Wahl: Wir können Veränderung und die Ungewissheit, die sie mit sich bringt als Chance betrachten oder wir können aufgeben.

Ein Veränderungsprozess hat immer mehrere Phasen, wobei die einzelnen Abschnitte je nach Situation unterschiedlich lang und intensiv sein können.

Grafik: Emotionaler Ablauf bei Veränderungen

Wenn wir Veränderung brauchen

Manchmal kommen Veränderungen von aussen, ohne dass wir sie erwarten oder uns wünschen. Viel öfter aber, wird der Wunsch nach Veränderung in uns selbst geboren. Dann zum Beispiel, wenn wir merken, dass der aktuelle Zustand uns behindert und unser Weiterkommen lähmt. Wir sind gelangweilt, aber auch irgendwie getrieben.

Um die eigentliche Veränderung einzuleiten fehlt uns dann aber der Mut. „Noch nicht…“, antwortest Du auf jede Frage hin. Du kannst den Job, der Dir keinen Spass macht noch nicht kündigen, weil Du noch keinen neuen gefunden hast. Du kannst die viel zu kleine Wohnung noch nicht verlassen, weil Dir das Geld für die Umzugsfirma fehlt. Möglicherweise kannst Du aber auch gar nicht benennen, warum Du das Gefühl hast, dass etwas noch nicht geht.

Eine Veränderung kommt immer mit Ungewissheit daher. Sie erfordert Entscheidungen, die wiederum Konsequenzen haben. Du musst Deine Komfortzone ver- und Dich voll und ganz auf etwas Neues einlassen.

Zitat Elisabeth Lukas zum Thema Veränderung

Veränderungen sind wichtig … und gut

Versetzen wir uns 100 Jahre zurück. Wäre mein Job möglich gewesen? Wäre es Deiner? Du würdest höchstwahrscheinlich nichts von mir wissen. Wie hätte ich Dich auch erreicht? Vielleicht könntest Du noch nicht einmal lesen. Wir haben heute so, so viel mehr Möglichkeiten und es werden täglich mehr. Warum? Weil Veränderung stattfindet, weil wir uns als Menschheit weiterentwickeln.

Veränderungen sind die Antriebskräfte unseres Lebens. Wir können uns nicht nicht verändern. Aber wir können unsere Sichtweise und unser Mindset verändern. Wir können lernen, positiv in die Zukunft zu blicken und Veränderungen aktiv mitzugestalten.

7 Tipps um Veränderung zukünftig als Chancen zu betrachten


  • Selbstreflexion als Basis

    Eine wichtige Eigenschaft um Herausforderungen erfolgreich zu meistern ist die Selbstreflexion. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Gefühle und das eigene Handeln zu überdenken und auf die Relevanz hin zu prüfen. Das heisst: Mache einen Schritt zur Seite und betrachte Dich selbst in dieser Situation von aussen. In welchem Umstand befindest Du Dich gerade? Was hast Du schon unternommen, um mit der Situation klarzukommen? Was behindert Dich? Was sind die Chancen, die diese Veränderung mit sich bringt?

  • Nur Du zählst

    Du willst Dich verändern, ABER … Egal was Du machst, es wird immer Menschen geben, die es gut finden und andere, die von Deinen Plänen gar nichts halten. Du hast Angst zu enttäuschen und malst Dir Schreckensbilder aus. Was ist denn aber, wenn … Du wirst nicht herausfinden, was passiert, wenn Du nicht losgehst und die Herausforderung anpackst! Ein Auto braucht um loszufahren erst einmal eine ganze Menge Kraft. Rollen die Räder dann einmal, benötigt es immer noch Benzin, um in Bewegung zu bleiben, aber das ursprüngliche Anlassen war das grösste Hindernis.

  • Sei mutig

    Was hast Du in Deinem Leben schon alles erreicht? Eine ganze Menge, da bin ich mir sicher. Reduziere Deinen Stress, in dem Du Dir bewusst machst, dass Du alles bewältigen kannst, was Du aktiv anpackst.

  • Setze Dir Ziele

    Oft fallen Veränderungen so schwer, weil sie unsere Pläne über den Haufen werfen und uns zu einer Neuorientierung zwingen. Du willst glücklicher bei der Arbeit werden? Was brauchst Du dazu? Formuliere Teilziele und orientiere Dich nach jedem Schritt neu. Sei mit Dir selbst nicht allzu streng und nimm Dir die Zeit die Du brauchst. Gehe behutsam mit Dir um und verabschiede Dich von Deinem Perfektions-Denken. So gehst Du Veränderungen ganz aktiv und mit Spass bei der Sache an. Engagement und Motivation kommen dann ganz von allein.

  • Fehler und Unsicherheiten zugeben

    Egal ob Führungskraft oder nicht, niemand ist fehlerfrei. Und das ist auch gut so. Erkennst Du Deine Inkompetenzen, gibst Deine Fehler zu und bildest Dich weiter, wird es Dir leichter fallen, auf Veränderungen zu reagieren. Bedenke auch, dass es nicht unbedingt nur einen Lösungsweg geben muss! Wenn etwas nicht funktioniert, wie zuerst gedacht, kannst Du es immer noch auf eine andere Art und Weise probieren. Lache über Dich selbst! Nimm das Leben nicht so ernst!

  • Lerne loszulassen

    Es gibt Dinge, auf die Du keinen Einfluss hast. Halte Dich nicht mit etwas auf, was nicht in Deiner Macht steht. Akzeptiere und lasse los! Übe Dich in Geduld und Gelassenheit und vertraue darauf, dass sich Lösungen finden! Steh doch zum Beispiel jetzt einmal auf, gehe zu Deinem Kleiderschrank und sortiere etwas aus, das Du nicht mehr trägst. Überlege Dir dabei, was das Loslassen für Dich so schwierig macht.

  • Du bist nicht allein

    Veränderungen können mitunter äussert bedrohlich und einschüchternd wirken. Mehr noch, wenn wir meinen, mit ihnen ganz allein zu sein. Um Herausforderungen erfolgreich zu meistern, ist ein konstruktives Miteinander unabkömmlich. Du darfst Deine Gefühle zugeben. Sprich mit Menschen, die Dir lieb sind und suche nach Lösungen für Konflikte. Soziale Kompetenz spielt in Veränderungsprozessen eine entscheidende Rolle, denn in den seltensten Fällen tangiert eine Veränderung nur eine Person.

Mach’s anders und mach’s mit Herz!

Veränderungen werden immer und immer wieder an Deine Tür klopfen. Machst Du ihnen auf, bittest sie zu Dir herein und betrachtest Du sie einmal näher, wirst Du sehen, wie viele Gastgeschenke sie Dir mitgebracht haben. Veränderungen bringen Chancen und Möglichkeiten mit sich. Sie helfen Dir zu wachsen und Dich weiterzuentwickeln.

Genauso wie es jetzt ist, wird es eh nicht bleiben, also mach’s anders!

Was meinst Du dazu? Welche Veränderungen fallen Dir besonders schwer, auf welche kannst Du Dich eher einlassen?

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Filiz Scarcella ist eine energiegeladene, inspirierende und out of the Box denkende Business Coach|in, Buch-Autor|in und kreative Macherin. Sie zeigt Führungskräfte, Manager, Projektleiter und Unternehmer, wie sie mit ihrer Persönlichkeit punkten, wie sie sich selbst besser vermarkten und wie sie ihre Mitarbeiter zu Mitunternehmer machen.

Dazu hat sie verschiedene Coaching und Mentoringprogramme entwickelt und u.a. das Buch: Vorbildlich Führen geschrieben. Das Ganze wird unterstützt durch Mental-Selfness-Power, was in der Kombination im deutschsprachigen Raum einmalig ist.

Durch ihre Arbeit verhilft sie zu mehr Spass, Erfolg und Sinnhaftigkeit. Stärkenorientiertes Führen ist der Schlüsselfaktor für die neue Arbeitswelt. Filiz hat eine Mission – Sie unterstützt Menschen darin; positiver, selbstbestimmter und leistungsfähiger zu sein und dabei mehr Herz und Mut ins Businessleben zu bringen. Lerne Filiz Scarcella bei einem virtuellen Kaffe kennen. 

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