Mitarbeitermotivation: Vom Mitarbeiter zum Mitunternehmer - Das funktioniert nur, wenn beide Seiten mitmachen.

Mitarbeitermotivation: Vom Mitarbeiter zum Mitunternehmer

Filiz Scarcella Allgemein 2 Comments

Aus Mitarbeitern Mitunternehmer machen” – Das ich nicht nur meines, sondern das Motto vieler Firmen. Warum? Weil man von Mitunternehmern Eigenmotivation und Eigenverantwortung  erwartet, weil Unternehmer im Sinne des Unternehmens handeln, weil Unternehmer dem Unternehmen treu bleiben. Für viele Arbeitgeber klingt genau das nach der Beschreibung des Traum-Angestellten.

Wie wird aus dem Mitarbeiter ein Mitunternehmer?

Ein Arbeitsverhältnis ist immer genau das – eine Art Beziehung. Beide Seiten haben eine Verpflichtung gegenüber dem anderen. Es soll ein gemeinsames Ziel erreicht werden.

Um aus Mitarbeitern Mitunternehmer zu machen, um ein optimales Arbeitsverhältnis herzustellen, ist das persönliche Engagement beider Seiten gefragt.

Stellen wir uns vor, Nina hat das Zeug zur “Mitunternehmerin”. Was bedeutet das überhaupt?

Mitarbeitermotivation geht vom Mitarbeiter und vom Unternehmen aus.

Was macht eine Unternehmerin aus?

  • Selbstwahrnehmung

    Eine Unternehmerin kennt ihre eigenen Stärken. Sie weiss, was ihr Spass macht und wählt Fortbildungs-Seminare, die ihre Talente weiter ausbauen. Eine Unternehmerin kennt aber auch ihre Grenzen und scheut sich nicht davor, nachzufragen, wenn sie etwas nicht weiss.

  • Eigenverantwortung

    Eine Mitunternehmerin übernimmt Verantwortung. Sie trifft Entscheidungen zum Wohle des Unternehmens und steht für die eigenen Handlungen ein. Sie packt an, statt Ausreden zu finden. Sie scheut sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen, gibt sie aber auch ab und delegiert an andere.

  • Vision & Werte

    Eine Mitunternehmerin kennt die Vision des Unternehmens und teilt sie. Alle Entscheidungen, die sie trifft, haben ihre Grundlage in den gemeinsamen Unternehmenswerten, die sie mitgestaltet und den Kollegen vermittelt.

  • Innovation

    Eine Mitunternehmerin findet neue Lösungsansätze für altbekannte Probleme. Sie sucht nach innovativen Ideen, damit sich das eigene Unternehmen von der Konkurrenz abhebt und sie traut sich zu experimentieren.

  • Zwischenmenschliche Beziehungen

    Eine Mitunternehmerin weiss, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen am Arbeitsplatz sind. Sie kommuniziert interessiert auf Augenhöhe und schätzt Ihre Kollegen wert.

  • Weiterentwicklung

    Eine Mitunternehmerin sucht ständig nach Möglichkeiten sich und ihr Tätigkeitsfeld weiterzuentwickeln und neues zu lernen. Neben ihren fachlichen Kenntnissen arbeitet eine Mitunternehmerin auch immer an ihren sozialen Kompetenzen.

  • Intrinsische Motivation

    Eine Unternehmerin ist intrinsisch motiviert, das heisst, sie macht ihren Job, weil sie einen Sinn in ihrer Arbeit sieht und ihre Stärken einsetzen möchte, um einen Teil zum grossen Ganzen beizutragen. Statt nur “das Nötigste” zu machen, nimmt sie Herausforderungen gern an und freut sich über neue Aufgaben die sie mitgestalten kann.

Die Mitarbeitermotivation kann vom Unternehmen beeinflusst werden.

Was machen Unternehmen, die aus ihren Mitarbeitern Mitunternehmer machen wollen?

  • Rahmenbedingungen für Mitarbeitermotivation schaffen

    Intrinsische Motivationsfaktoren sind längerfristig als extrinsische. Arbeitsglück, das Gefühl Ziele zu haben und sie zu erreichen, macht einen Mitarbeiter also auf Dauer zufriedener als Dienstwagen und ein dicker Bonus zum Jahresende. Aber: Eine faire Vergütung für die eigene Leistung und Zeit ist auch immer ein Zeichen der Wertschätzung. Die Grundlagen müssen stimmen! Die Rahmenbedingungen für Mitarbeitermotivation müssen geschaffen werden! Insofern es der Tätigkeitsbereich zulässt, sind auch flexible Arbeitszeiten oder sogar die Möglichkeit für die Angestellten aus dem Home Office zu arbeiten, ein Motivationsfaktor. Die Führungskraft zeigt den Willen, dem Kollegen zu vertrauen statt ihn zu kontrollieren – Die Hauptvoraussetzung, um aus Mitarbeitern Mitunternehmer werden zu lassen.

  • Feedback

    Regelmässiges Feedback ist für die Mitarbeitermotivation ausschlaggebend, denn nur so ist der Angestellte in der Lage, die eigene Leistung richtig einzuschätzen. Aber auch andersherum: In Feedbackgesprächen finden Führungskräfte heraus, wo ihre Kollegen stehen und was sie brauchen, um produktiver und glücklicher in ihrem Job zu sein, Meilensteine können neu gesteckt werden und der Mitarbeiter kann deutlich machen, was er braucht, um diese zu erreichen.

  • Mitbestimmung

    Ein Unternehmen, dass die Mitarbeitermotivation steigern möchte, sollte auf Mitbestimmung setzen. Jeder Angestellte sollte die Strategie, die aktuelle Situation und die Werte der Firma kennen und das Gefühl haben, mitbestimmen zu können. Jeder darf seine Meinung sagen, jeder ist eingeladen Initiative zu ergreifen.

  • Transparenz

    Wer aus den eigenen Mitarbeitern Mitunternehmer machen möchte, der muss transparent sein. Was bedeutet das? Informationen, die zum Beispiel die Unternehmensstrategie betreffen, sollten offengelegt werden, damit Mitarbeiter nicht das Gefühl haben, im Dunkeln zu tappen.

Willst Du aus Deinen Mitarbeitern Mitunternehmer machen, dann muss das Arbeitsverhältnis stimmen, also die Beziehung über die wir zuvor sprachen. Ohne Vertrauen geht das nicht, ohne Vision und Werte geht das nicht!

Vertrauen ist die Basis für Mitarbeitermotivation.

Durch offene und ehrliche Kommunikation sollte das Unternehmen seinen Mitarbeitern die Strategie transparent vermitteln. Durch Eigenverantwortung und -initiative sollte der Mitarbeiter zum Mitunternehmer werden und diese Ziele unter Einsatz der eigenen Stärken umsetzen (wollen).

In der folgenden Infografik sind einige der Schlagworte zur Mitarbeitermotivation aufgezeigt. Einige sind von der Führungsstrategie des Unternehmens abhängig, andere vom Mitarbeiter.

Infografik Mitarbeitermotivation - Aus Mitarbeitern Mitunternehmer machen

Fazit

Aus Mitarbeitern Mitunternehmer machen – An der Erreichung dieses wahrlich erstrebenswerten Zieles müssen beide Seiten arbeiten: Das Unternehmen, dass die Rahmenbedingungen schaffen und die Stärken des Mitarbeiters fördern sollte. Der Mitarbeiter, der mit Eigenverantwortung und Eigeninitiative daran arbeiten sollte, den Erfolg des Unternehmens zu stärken.

Bist Du Mitarbeiter oder Mitunternehmer?

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Deine Filiz Scarcella

 

Comments 2

  1. Nach meiner Werthaltung ist ein guter Mitarbeiter immer ein Mitunternehmer. Ich hatte dies in meinen Gesellschaften so gehalten. Als ich meine Mitarbeiter beraten hatte, gelehrt, als ein Fehler dann kein Fehler ist, wenn man offen zugibt was geschehen ist. Dabei kam stets das reale “Es tut mir Leid”. Anschließend haben wir die Möglichkeiten besprochen wie wir weiter vorgehen auf einer sensiblen, ethisch moralischen Ebene, und zusammen die Lösung besprochen.
    Im Weiteren auch auf gefahren geprüft, zusammen die Quantenphysik, Psychologie sowie Jura und auch Architektur mit gelehrt. Wichtig dabei war, als meine Mitarbeiter die Angst verloren haben zuzugeben wenn sie einen Fehler gemacht haben und im Laufe der Zeit die Lösung selbst schon mit vorgetragen haben. Für mich war es einfacher und weniger
    Bis 1999 …
    Ich kann mich an eine Situation erinnern, ich hatte in der Gesellschaft auch Maurer beschäftigt, da ich einen Generalunternehmer der in Konkurs ging mit samt seiner Mitarbeiter aufkaufte. Wir bauten versetzt gelegene Reihenhäuser. So fielen die falsch geschnittenen und aufgesetzten Sparren für den Dachstuhl nicht auf. Meiner Bauzeichnerin und Bauleiter unterstellten die am Bau beteiligten Zimmerleute und weitere Subunternehmer unsere Maurer hatten den Fehler im zu niedrigen Kniestock begangen. So nutzte ich das Wochenende zum ruhigen unbeeinflussten Vermessen und mein Makler kam plötzlich zu mir und half mir, ebenso wie die Bauzeichnerin. Das Ergebnis war klar, alle strahlten erleichtert und am Montag waren die Zimmerer da und schämten sich vor allen…. Meine Mitarbeiter hingegen wurden gehoben, durch sich selbst. Aber keiner aller Beteiligten und Betroffenen verlor jemals ein böses Wort darüber und die Wiedergutmachung wurde gefeiert. Das ist Erfolg auf der Basis der Verantwortung und verteilten Unterverantwortung.

    Die Verteilung von Verantwortung braucht zunächst eigenes Wissen und vor allem Selbstvertrauen. Diese Mischung kann dann in Übernahme von Verantwortung unter Anwendung von moralischen und ethischen Werten, sowie im Wissen der Quantenphysik unter wiederum der Berücksichtigung von juristischem, psychologischem sowie wirtschaftlichen und bezugsorientierten Kenntnissen sowie Wissensgebieten weiter gegeben werden. Es entsteht ein Team.

    In welcher Größenordnung ich mich befand, kann ich nicht beurteilen, ich stand mit 2 meiner Gesellschaften vor der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit Börsengang – in 1999….

    Deine Blogs, sind wie immer sehr interessant:-)

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Wolfgang.
      Ein Beispiel aus der Praxis, genau wie Du dieses aufgeführt hast, macht ein Thema doch gleich noch viel greifbarer.

      Alles Liebe
      Filiz

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