Glaubenssätze ändern - Blogbeitrag

Glaubenssätze – Kennst Du Deine Kopfkobolde?

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Kennst du sie? Kennst Du die kleinen fiesen Dinger, die da oben in Deinem Kopf sitzen und Dir ständig zuflüstern? Wir alle haben sie – Kopfkobolde, Hirngespenster, Glaubenssätze, die uns blockieren und hemmen. 

Meine Kobolde sagen immer wieder: „Halte Dich zurück Filiz. Das will doch jetzt keiner hören, Filiz.“ Deine wiederholen vielleicht alte, eingestaubte „Weisheiten“, wie „Im Leben bekommt man nichts geschenkt“ oder „Indianer kennen keinen Schmerz“. Vielleicht erinnern sie Dich auch daran, dass Du zu untalentiert, zu unsportlich oder zu unattraktiv bist. Kommt Dir bekannt vor? Ein Kunde erzählte mir kürzlich, als Führungskraft sei man geboren, das könne man nicht lernen. Mit seiner Situation war er schon seit einer Weile nicht mehr zufrieden, aber was könne er schon machen? Das alles ist ja jemanden anderes Verantwortung, die Führungsebene hat Schuld, die Gesellschaft, die Regierung … ja, ein bisschen vielleicht auch seine Eltern. 

Jeder von uns kennt solche und ähnliche Glaubenssätze. Sie sind vollkommen normal und werden oft als Art Faustregeln angesehen, die uns „helfen“, unseren Alltag zu meistern beziehungsweise ihn zu verstehen. Viel öfter tun sie aber genau das Gegenteil: Sie hemmen, statt zu helfen. 

Glaubenssätze sind subjektive Annahmen über uns selbst, also die eigenen Person, über andere Menschen oder das gesamte Leben.

Woher kommen Glaubenssätze?

Glaubenssätze haben die unterschiedlichsten Ursprünge. Manche beruhen auf den eigenen Erfahrungen, andere saugen wir von unseren sozialen Umfeld auf. Manche werden von Gruppen und Gemeinschaften geteilt, andere sind wiederum absolut individuell. Fakt ist: Jeder hat sie – bewusst oder unbewusst – und jeder von uns wurde absolut kobold-frei geboren. 

Glaubenssätze Beispiele Infografik

Erst waren da unsere Eltern. Wir hören auf sie, lauschen ihren Geschichten und formen uns aus dem, was sie uns da vorleben, unser eigenes, kleines Weltbild. Wenn Mutti sich vor dem Sport drückt und immer wieder, „Wir sind halt keine sportliche Familie“ verlauten lässt, wirst Du mit dem Glauben aufwachsen nie wirklich fit sein zu können. Der kleine, fiese Kobold hält Dich dann möglicherweise davon ab, Zumba auszuprobieren, Dich auf Skier zu stellen oder aufs Rad zu schwingen. 

Und vielleicht geht es Dir sogar ganz gut damit: Glaubenssätze machen es uns, in diesem Beispiel zumindest, doch ganz bequem. Du musst nichts Neues ausprobieren, alles kann so bleiben, wie es ist, Du musst Dich nicht anstrengen UND die Gefahr zu versagen ist auch gleich geringer. Was Du nicht machst, kann auch nicht schiefgehen. Ohhh, nichts nährt Kopfkobolde so gut, wie selbsterfüllende Prophezeiungen

Gehen wir also davon aus, Du traust Dich doch auf ein Paar Ski. Der kleine, fiese Kobold sitzt in Deinem Kopf und flüstert fortwährend: „Du kannst das nicht. Du bist zu unsportlich.“ Boom! Du fällst hin. Ganz normal, wenn Du das erste Mal auf den Brettern stehst. Nun magst Du Dich ärgern, vielleicht gibst Du sogar ganz auf. Es ist schliesslich genau das eingetreten, was Dir der fiese Kobold eingeredet hatte und der ist sowieso immer am lautesten, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es gern hätten. 

Vielleicht versuchst Du es jedoch immer und immer wieder. Berg hinauf, langsam hin und her, den Berg wieder hinunter. Hemmende Glaubenssätze sind hartnäckig. Sitzen sie einmal im Gehirn, sind sie nur schwer und mit viel Anstrengung wieder loszukriegen. Beim Üben wirst Du Dich ganz automatisch mehr auf die Reize konzentrieren, die Deinen Erwartungen entsprechen – in diesem Fall, darauf, was Du alles nicht kannst. Klar, Deine Kurven werden immer geschmeidiger, Deine Haltung aufrechter ABER Du bist noch nicht schnell genug, Du fällst zu häufig hin. Die Ereignisse, die Deinen ursprünglichen Glaubenssatz („Ich bin unsportlich“) bestätigen, fallen Dir stärker auf und lassen den Kobold lauter werden, wohingegen alles, was dem widerspricht, übersehen wird. Die menschliche Wahrnehmung ist selektiv und auch hier geht es ganz stark um unsere Emotionen. 

Negative Glaubenssätze loswerden

Hemmende Glaubenssätze – Die Vielzahl der fiesen Kopfkobolde

Negative, hemmende Glaubenssätze gibt es in den verschiedensten Arten und Formen. Manche beruhen auf alten, eingestaubten Redensarten, andere können ganz individuell nur eine Person – vielleicht Dich selbst – betreffen. 

Hier ein paar Beispiele, vielleicht erkennst Du Deine eigenen Kobolde in dem ein oder anderen wieder:

  • Immer der Pechvogel

    Manch einer meint, keinen Einfluss auf das eigene Leben zu haben und redet sich mit genau dieser Erklärung gern alle Problemchen, Hürden und Niederlagen aus dem Weg. 
     
    Beispiele für Glaubenssätze:
    „Ich habe sowieso immer Pech“
    „Ich kann ja nichts dafür“
    „Immer haben die anderen Glück“

  • In der Opferrolle

    Der Kobold in der Opferrolle schiebt die Schuld gern auf andere – die Eltern, den Chef, die Regierung. Irgendwer ist doch immer Schuld, nur nicht Du selbst.

    Beispiele für Glaubenssätze:
    „Mein Kollege hat da was vermasselt.“
    „Meine Eltern haben mich so erzogen.“
    „Ich habe sowieso keine Entscheidungsgewalt. Der Chef entscheidet alles“

  • Die „alten“ Regeln

    Wir kennen sie alle, die alten, überholten Redensarten. Sie gehören in ein anderes Zeitalter, zu anderen Umständen und sie gelten erst recht nicht generell für jede Person. Wer alte, unnötige Weisheiten befolgt, verbaut sich selbst Chancen.

    Beispiele für Glaubenssätze:
    „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
    „Nur die Harten kommen in den Garten.“
    „Mitarbeiter müssen motiviert werden“

  • Der Mut fehlt

    Das Verlassen unserer Komfortzone, Konflikte eingehen, Entscheidungen treffen – All das braucht Mut und den aufzubringen fällt nicht immer und nicht jedem leicht. Unser kleiner Kopfkobold meldet sich dann ganz schnell zu Wort und belehrt darüber, was doch alles schiefgehen kann und wie wertlos wir doch sind. Die Folge: Wir ergeben uns unserem Schicksal.

    Beispiele für Glaubenssätze:„Ich schaff das nicht.“
    „Das wird eh schiefgehen.“
    „Ich bin zu …“
    „Das kann ich anderen nicht antun.“

  • Auf die Leistung kommt es an

    Hier erkenne ich meinen Kopfkobold wieder und ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen meiner Generation ähnlich geht. Uns wurde in der Kindheit das Gefühl vermittelt, wir seien nur dann „gut“, wenn wir ordentlich etwas leisten. Die Folge: Wir sind streng mit uns selber, immer unser grösster Kritiker. Und über kurz oder lang übertragen wir diese Einstellung auf unsere Mitmenschen.

    Beispiele für Glaubenssätze:
    „Im Leben bekommen wir nichts geschenkt.“
    „An der Spitze wird die Luft dünner“
    „Ich muss immer kämpfen.“

Glaubenssätze auflösen Infografik

Wie werden wir hemmende Glaubenssätze los?

Die fiesen Kopfkobolde bringen uns nicht weiter. Sie hemmen uns, verbauen uns Chancen, zerstören unter Umständen sogar Beziehungen. In den meisten Fällen haben sie mit der Realität auch so überhaupt nichts zu tun. Immer dann, wenn etwas schief ging, wenn wir uns ärgern, frustriert, unsicher und wütend sind, machen Glaubenssätze die Situation noch schwieriger, als sie ohnehin schon ist. Warum? Weil wir uns dank ihnen nicht auf die Lösung des Problemes, auf die Wurzel des Übels konzentrieren, sondern einen anderen Schuldigen suchen und in die Opferrolle schlüpfen. 

Wie können wir den Kobolden also den Garaus machen? Leider gibt es hierfür keine 0815-Lösung. Es braucht Geduld und eine ganze Menge Willenskraft, um hemmende Glaubenssätze nicht nur über kurze Zeit, sondern langfristig loszuwerden. 

Ich bin mittlerweile mit einigen meiner Kopfkobolde auf Du und Du. Dafür war allerdings einiges Auskundschaften, Verhandeln und Loslassen von Nöten. Die Glaubenssatz-Kobolde sind fiese kleine Dinger, die sich an unserer Angst und Bequemlichkeit nur so nähren. Einmal im Gehirn festgesetzt sind sie nur sehr, sehr schwer wieder loszubekommen. 

  • Hinhorchen!

    Horche einmal tief in Dich hinein und lausche Deinen Gedanken. Mach dies ganz bewusst dann, wenn Du entspannt bist und die Energie hast, Dein Gehirn ein wenig auszukundschaften. In diesem Schritt brauchst Du Deinen Kobolden noch gar keinen Namen geben. Über einen längeren Zeitraum hinweg, notiere Dir vorerst lediglich die Glaubenssätze, die Dir häufiger durch den Kopf geistern oder die in Deinem Umfeld vorkommen.

  • Kopfkobolde kennenlernen

    Nun: Wo sitzt der Pechvogel? In welcher Ecke kauert der Opfer-Kobold? Welche Gefühle kommen in Dir auf, wenn Du Dir die zuvor notierten Glaubenssätze durchliest? Identifiziere, was Dich besonders beschäftigt oder womit Du bei anderen aneckst. Gib den Kobolden einfach Namen! Achte auch ganz besonders auf die Sprache, die Du beim Aufschreiben Deiner Gedanken benutzt hast! Kommen negative Wörter wie „nie“, „nicht“ und „aber“ immer wieder vor?

  • Gegenkräfte mobilisieren

    Entsprechen die Glaubenssätze wirklich der Realität? Wie sehen die Fakten aus? Denke gut über die Argumente nach, die dafür sprechen, dass der Kobold wirklich recht hat.

  • Positivität siegt

    Wie zuvor beschrieben, lieben die fiesen Kopfkobolde Negativität. Sie suhlen sich gerade zu darin. Etwas lief schief? Das hätte Dir der Kobold doch auch gleich sagen können. Gegenmassnahme: Ein positives Mindset. Leichter gesagt als getan, dessen bin ich mir bewusst. Doch am Ende des Tages siegt Positivität immer – auch über hemmende Glaubenssätze.

Positive Glaubenssätze feiern

Das Leben ist zu schön

Das Leben ist zu schön und zu kurz, um es uns von ein paar fiesen Kobolen vermiesen zu lassen. Flüstern sie Dir wieder einmal hemmende Glaubenssätze, überholte Weisheiten und Unsicherheiten zu, dann sei mutig und sage einfach „STOPP“, gerne auch laut. Du bestimmt Dein Leben. Du hast es in der Hand. 

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