Positive Psychologie legt den Fokus auf das Positive, auf Stärken, Ziele und Zufriedenheit.

Positive Psychologie

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

“Oh, Du beschäftigst Dich mit Psychologie. Du willst doch nur herausfinden, was mit mir falsch ist, ob ich ‘ne Schraube locker habe.” Lange Zeit wurde die Wissenschaft des Erlebens und Verhaltens des Menschen tatsächlich so betrachtet. Es herrschte die Vorstellung, dass auf einem Sofa in einem dunklem Raum eine kranke, depressive und miserable Person sass, die mit einem Fremden über alles was schief lief, über Schwächen, Defizite und Sorgen sprach. Ziel: Sich auf das Negative konzentrieren und es irgendwie besser werden lassen.

Heute gibt es hier ganz neue Ansätze. Der US-amerikanische Professor Martin Seligmann sprach Ende der 1990er Jahre zum ersten Mal von “Positive Psychologie” und fasste unter diesem Begriff die Suche nach den Antworten auf Fragen wie “Was macht das Leben lebenswert?” und “Was macht uns Menschen glücklich?” zusammen.

Zitat Positive Psychologie Professor Martin Seligman

Meine Definition: Positive Psychologie ist die Lehre der Faktoren, die zu einem glücklichen und erfüllten Leben beitragen. Hierbei werden Stärken statt Schwächen, Ziele statt Planlosigkeit behandelt und die positiven Erkenntnisse aktiv gefördert.

Seligmann sprach in einem Seminar über seine Theorien und stellte positive Psychologie mit Hilfe von Beispielen dar. Einen Mitschnitt kannst Du Dir hier ansehen:

Seiner Meinung nach, hat die positive Psychologie drei Hauptziele:

Arbeit mit menschlichen Stärken im gleichen Maße, wie mit Schwächen

In der traditionellen Psychologie forschen Wissenschaftler intensiv um Herauszufinden warum jemand diese oder jene Schwäche hat. Bemühungen in die Richtung menschlicher Stärken gab es hier weniger.

Stärken stärken statt alleiniger Fokus auf “Schadensbehebung”

Positive Psychologie will nicht nur über Schwächen sprechen, sondern vor allem Gutes fördern.

Zu wissen, was die eigenen Stärken sind und diese in Beruf und Privatleben ausbauen und einsetzen zu können, hilft beim Erreichen von Zielen und auf dem Weg zu einem erfülltem Leben.

Ein erfülltes Leben für alle, nicht nur diejenigen, die gerade vor Hürden stehen

Statt sich ausschließlich mit dem “Heilen” von Personen zu beschäftigen, die in diesem Moment eine Herausforderung vor sich haben, stellt sich positive Psychologie die Frage, wie man Talente in “normalen” Menschen entdecken kann. Es soll sich nicht nur um diejenigen drehen, die von der Norm abweichen, sondern um jeden von uns. Wie kann jeder ein erfülltes Leben haben?

In der positiven wird, wie auch in der traditionellen Psychologie fleißig geforscht. Es geht um Flow-Erfahrungen, soziale Beziehungen, Motivation, Achtsamkeit, Leidenschaft, Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsentwicklung.

Fünf Faktoren für ein erfülltes Leben

Martin Seligman nennt vor allem fünf Faktoren, die zu einem gelingendem Leben beitragen:

Positive Emotionen

Hierzu zählen Gefühle wie Hoffnung, Liebe, Neugier, Dankbarkeit und Enthusiasmus. Für mich ist diese Liste noch lange nicht erschöpft. Ich empfinde positive Erlebnisse dann, wenn ich weiss, was mir bevorsteht, wenn ich einen Plan, ein Ziel habe und vor allem dann, wenn ich es erreiche.

Engagement

Unter diesem Punkt ordnen die Psychologen Flow-Erfahrungen ein, also Situationen, in denen eine Person absolut von dem absorbiert ist, was sie tut. Alle Aufmerksamkeit gilt der Aufgabe, gilt dem hier und jetzt. Ich empfinde einen solchen Flow zum Beispiel beim Segeln und während meiner Arbeit.

Soziale Beziehungen

Eines der Grundbedürfnisse jedes Menschen ist das Streben nach sozialer Zugehörigkeit und Gebundenheit. Dieser Punkt ist nicht nur auf das Privatleben anzuwenden. Die Gallup-Studie Q12, die jährlich durchgeführt wird, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu messen, nennt soziale Kontakte als einen wichtigen Faktor für Arbeitsglück.

Es fällt um einiges leichter bereichernde Beziehungen zu führen, wenn wir mit uns selbst im Reinen sind. Du wirst Dich mit Dir selbst beschäftigen müssen um zu verstehen, wer Du wirklich bist und was Du erreichen willst.

Sinnhaftigkeit

Eine der Ur-Fragen der Menschheit: Was ist denn eigentlich der Sinn des Ganzen? Wir alle sind auf der Suche nach einer Antwort zu dieser Frage – im Privat- und Arbeitsleben.

Haben wir das Gefühl, dass wir etwas beitragen und sehen wir einen Sinn in unserem täglichen Tun, so sind wir zufriedener.

Leistung & Ziele

Ziele erreichen, etwas können, Erfolge haben – all das macht glücklich.

Positive Psychologie wirkt sich auf das gesamte Leben aus.

Mit Positivität zum Ziel

Positive Psychologie bedeutet für den Einzelnen, für Dich und für mich, sich damit auseinanderzusetzen, was uns glücklich macht. Es geht darum, die eigenen Stärken zu erkennen und diese intensiv zu schulen. Weg vom Negativen und dem Positiven zuwenden.

Auch Führungskräfte sollten sich mit dem Thema der Positiven Psychologie auseinandersetzen. Stärkenorientiertes Führen sorgt für mehr Motivation, Kreativität und Produktivität im Team – vor allem aber für mehr Arbeitsglück.

Weisst Du, was Du gut kannst, wo Deine Stärken liegen, wirst Du in der Lage sein, Dir konkrete Ziele zu setzen. Nun höre damit auf, immer nach Ausreden zu suchen! Pack es an! Denk positiv und Du wirst sehen, wie schnell sich der Erfolg einstellt! Es fühlt sich so gut an, etwas erreicht zu haben. Es motiviert weiterzumachen, Neues zu beginnen.

Treffen Sie Filiz Scarcella positive LeadershipFiliz Scarcella arbeitet nach der Positive Leadership – Methode und wirbt für stärkeorientiertes Führen. Sie inspiriert Führungskräften, Unternehmer und kreative Macher, wie sie ihre Ziele, Kommunikation und Wertschätzung vereinen können, dass Flow, Erfolg und mehr Sinnhaftigkeit in ihr Arbeitsleben tritt. Sie hilft die persönlichen Grenzen zu sprengen und motiviert für mehr Verantwortung, Perspektive und Augenhöhe. Lerne Filiz bei einem virtuellen Kaffe kennen.

 

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