Bei der Projektplanung kann die PIDEWaWa-Methode hilfreich sein.

Projektplanung spielend leicht – Die PIDEWaWa Methode

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Der Unternehmer- und Projektalltag kann überwältigend sein. Marketingideen wollen mit Budgetlimits, Deadlines mit Herausforderungen, Projektplanung mit Planlosigkeit und all dies mit Mitarbeitern im Team unter einen Hut gebracht werden. Jeder nörgelt, jeder zieht den Kopf ein und will es nicht gewesen sein. Was uns allen fehlt ist etwas Optimismus, etwas Positivität – und schon wird auch das Erreichen alles andere einfacher.

Vielleicht mag es selbstverständlich klingen aber es muss trotzdem erwähnt werden: Am Anfang jedes Projektes steht ein klar, definiertes Ziel.

Fällt es Dir schwer, Dein “Wohin will ich eigentlich” zu formulieren, dann versuch es doch einmal mit der PIDEWaWa-Methode? Nein, mein Kopf fiel nicht gerade einfach auf die Tastatur – diesen Namen hat sich tatsächlich jemand ausgedacht und er setzt sich, wie Du Dir vielleicht schon gedacht hast, aus sechs Wörtern zusammen.

Was ist die PIDEWaWa-Methode?

Projektplanung kann mit der PIDEWaWa-Methodik angegangen werden.

Positiv – Achte auf eine positive Formulierung Deiner Ziele und Wünsche.
Ist-Zustand – Sprich darüber, was jetzt und hier, in der Gegenwart passiert und mach Dir klar, dass dieser Augenblick zählt – für alles, was Du tust.
Detailliert – Nicht schwammig, sondern klar und konkret muss Dein Ziel formuliert sein.
Erreichbar – Wie in unserer Gedankenübung zuvor durchgespielt: Was ist realistisch?
Wann – Was ist Dein Zeitrahmen? Gibt es eine Deadline? Ist es Dir jetzt und hier wirklich wichtig?
Warum – Warum ist es Dir so wichtig, Dein Ziel zu erreichen? Lohnt sich der Aufwand?

Wie kann Dir PIDEWaWa bei der Projektplanung helfen?

Natürlich hat jedes Projekt unterschiedliche Anforderungen:

  • Ist es eine Aufgabe, die wir als Unternehmen zum ersten Mal ausführen?
  • Welche und wie viele Mitarbeiter sind beteiligt?
  • Sind wir in der Projektplanung und -durchführung selbstständig oder erhalten wir Vorgaben von anderer Stelle?

Trotz der Vielzahl an “Bedenken” und Hürden, die wir immer und überall zu sehen scheinen, heisst es jetzt: Los gehts! Was auch immer das Projekt ist, wir schaffen das!

Eine Herangehensweise mit der PIDEWaWa-Methode hilft und wer weiss… beantwortest Du all die folgenden Fragen für dich, denkst wirklich über die vermeintlichen Herausforderungen nach und siehst die ganze Sache positiv, wird sie Dir am Ende gar nicht mehr so unüberwindbar erscheinen.

Die PIDEWaWa-Methode zur Projektplanung: Genau erklärt

P – Positiv:

Kennst Du diese Personen? Oder bist Du vielleicht selbst eine? Eine Person, die immer alles negativ sieht, mit heruntergezogenen Mundwinkeln durchs Leben geht und den Eindruck macht, als wäre die gegenwärtige Situation einfach nicht zu ändern. Vielen von uns fallen zuerst unsere Schwächen ein.

“Das kann ich nicht”, “Das schaff ich nicht.”, “Ich hab darin einfach kein Talent”.

Ausserdem wissen wir genau, was wir nicht wollen.

“Ich will nicht immer diejenige sein, die fürs Kaffeekochen verantwortlich ist.”, “Ich will nicht mehr so gestresst sein”, “Ich will nicht immer so aufs Geld achten müssen”.

All diese Aussagen sind nicht zielgerichtet und bringen niemanden weiter. Sie motivieren nicht wirklich dazu, etwas zu ändern, sondern sind lediglich Ausdruck unseres Unmuts. Mach Dir klar, was Dir statt des unschönen Zustandes wünschst. Du willst nicht mehr so gestresst sein? Ok, dann formuliere Dir folgendes Ziel:

“Ich werde herausfinden, woher mein Stress kommt und aktiv dagegen angehen. Ich werde mit meinem Manager über diesen Zustand sprechen und eine Lösung finden.”

Siehst Du den Unterschied? Wird die Aussage positiv formuliert, so werden auch gleich die nächsten Schritte klar. Die Projektplanung oder zumindest die Definiton Deines Zieles klingt auf einmal nicht mehr so gruselig. Nicht “Ich will diesmal, dass es nicht schief geht.”, sondern “Das ist mein Ziel und ich werde es erreichen.”

Positive Psychologie beschäftigt sich mit allem, was Menschen glücklich macht – eine positive Einstellung gegenüber Zielen und Projekten gehört dazu.

Vermeide Negativformulierungen!

I – Ist-Zustand:

Es ist faszinierend, wie viele Weichmacher wir doch in unserer Sprache verwenden. “Eigentlich”, “vielleicht”, “sollten”, “könnten”, “müssten” – Haben wir Angst davor, uns festzulegen? Sind wir nicht selbstbewusst genug? Schluss damit! Lass Weichmacher und Einschränkungen nicht in Deine Kommunikation. Sie bieten Deinem inneren Schweinehund die Möglichkeit zuzuschlagen und Deinen Erfolg zu verhindern.

Formuliere Deine Ziele, Deine gesamte Projektplanung für die Gegenwart. Du führst die Aufgabe durch. Du erfüllst Dir Deine Wünsche. Das Ziel scheint schon näher, oder?

Formuliere Ziele messbar und konkret aber
lass Dir Raum für Kreativität.

D – Detailliert:

Bei diesem Punkt öffnet sich in mir als kreativer Macher ein Zwiespalt: Die klassische Lehre der Projektplanung besagt, Ziele immer konkret und detailliert zu formulieren. Desto mehr Informationen und Vorgaben ich im Vorfeld habe, desto besser.

Diese Herangehensweise kann aber einengen und jeder muss hier für sich den Weg finden, der zur eigenen Persönlichkeit passt. Klar, ich plane, ich schreibe mir To-Do-Listen und setze mir klare Ziele. Erreiche ich diese aber nicht oder nicht ganz, dann ist das auch in Ordnung.

Schon beim Schreiben eines Blogbeitrages gerate ich in diese Situation: Ich habe das Ziel, einen Artikel zum Thema XY zu schreiben. Während der Formulierung meiner Gedanken und der Recherche, nimmt die ganze Sache aber eine andere Form an. Am Ende steht da ein Text – Vielleicht ist er im Detail anders als geplant, das Ziel ist aber trotzdem erreicht.

Fazit: Klar und konkret definierte Ziele sind gut und wichtig. Lass Dir aber, abhängig von Deinem Beruf und Deinem Charakter, Luft für Kreativität.

Formuliere klar und in der Gegenwart!

E – Erreichbar:

Führe einmal die folgende Gedankenübung durch:
Was würdest Du Dir wünschen, gäbe es da keine Herausforderung. Du hast einen Flaschengeist, der den “Idealfall” für Dich eintreten lässt. Was ist Dein Ziel? Nichts hält Dich auf, alles ist easy – Was passiert?

Nun zu Schritt 2: Welche Hürden gibt es? Als Summe Deines “Traum-Zieles” und den Herausforderungen, die Dir bevorstehen formulierst Du nun Dein REALISTISCHES Ziel.

Die meisten von uns machen sich allerdings zu viele Sorgen und halten als Folge daraus, Träume, Wünsche und Ziele klein. Schliesslich wird uns von all den Pessimisten da draussen erzählt, dass das nicht machbar ist, dass die Idee nicht funktioniert, dass das eh alles zu lange dauert und zu viel kostet. Hör nicht drauf! So vieles ist realisierbar!

Klar, manches bedarf etwas mehr Arbeit, manches klappt nicht beim ersten mal aber das sollte Dich nicht davon abhalten, quer zu denken.

Denke gross – (fast) alles ist machbar!

Wa – Wann:

Ist das Projekt, welches Du versuchst auf die Beine zu stellen, jetzt gerade, in diesem Augenblick wichtig und hilft Dir beim Erreichen des grossen Ganzen? Ja? Ok, los gehts!

Jede Projektplanung im Unternehmen hat einen zeitlichen Rahmen und das ist auch gut so. Er treibt an, er motiviert und sorgt dafür, dass sich der innere Schweinehund gar nicht erst auf die faule Haut legt.

Für große Projekte hilft es, Teilziele festzulegen. Damit scheint das Erreichen nicht allzu weit in der Zukunft und realisierbarer. Wird ein Abschnitt erreicht, tritt ein Erfolgsgefühl ein und gleich hast Du mehr Lust auf all das Kommende.

Wichtig ist, dass Du anfängst und die Träume wahr werden lässt, die Dir in diesem Augenblick etwas bedeuten.

Werde Dir klar, was Dir wichtig ist und
bis wann es realisiert werden soll!

Wa – Warum:

Womöglich der wichtigste aller Punkte: Du musst wissen, WARUM Du Dein Ziel erreichen möchtest!

“Ich will bis zum Sommer fünf Kilo abnehmen.” – Schön und gut, aber warum?

“Weil ich fitter werden und einen Berg besteigen möchte.”, “Weil ich mich am Strand wohler fühlen möchte.”, “Weil ich in das Kleid vom letzten Jahr passen will.”

Wenn Du für Dich formulierst, warum Du etwas tun oder schaffen willst, dann bist Du viel entschlossener.

Denk doch einfach einmal zurück: Wie viele Deiner Neujahrsvorsätze sind ein Flopp gewesen, nur weil Du eigentlich gar nicht ganz hinter ihnen standest? Wie oft dachtest Du Dir “Es wäre schon schön, wenn ich das schaffe, aber wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm”? Wie oft bist Du in Mathe gescheitert, obwohl Du wusstest, dass sich Deine Eltern doch so sehr die gute Note gewünscht haben?

Du musst für Dich entscheiden, was Dir jetzt gut tut. Bist Du Führungskraft heisst es, herauszufinden, warum Du die Projektplanung durchführen willst. Wird es Dir vorgeschrieben oder siehst Du wirklich den Grund dahinter? Warum ist das Erreichen des Zieles für Dein Unternehmen und Dein Team wichtig?

Finde heraus, warum Dir das Erreichen
des Zieles wichtig ist!

Wie sieht Deine Projektplanung aus?

Welche Erfahrungen hast Du bisher in Deinem Unternehmen gemacht? Wieviel Wert wird auf die positive und klare Definition eines Zieles gelegt?

Hinterlasse mir gern einen Kommentar oder kontaktiere mich über das Kontaktformular.

Treffen Sie Filiz Scarcella positive LeadershipFiliz Scarcella arbeitet nach der Positive Leadership – Methode und wirbt für stärkeorientiertes Führen. Sie inspiriert Führungskräften, Unternehmer und kreative Macher, wie sie ihre Ziele, Kommunikation und Wertschätzung vereinen können, dass Flow, Erfolg und mehr Sinnhaftigkeit in ihr Arbeitsleben tritt. Sie hilft die persönlichen Grenzen zu sprengen und motiviert für mehr Verantwortung, Perspektive und Augenhöhe. Lerne Filiz bei einem virtuellen Kaffe kennen.

 

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