Was ist Self Empowerment? Was ist Selbstbefähigung?

Self Empowerment – Du hast die Power!

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Wahrscheinlich wird jeder, der mich kennt, über mich sagen, ich sei selbstbewusst. Ich stehe als Keynote-Speaker auf grossen Bühnen, spreche im pinken Kleidchen zu Räumen voll Männern und Frauen in schicken Anzügen und vertrete (oft lautstark) meine Meinung. Ja, ich bin selbstbewusst. Ja, heute habe ich ein tiefes, aufrichtiges Gefühl von Self Empowerment. Das war aber noch nicht immer so. 

„Wie bist Du so selbstbewusst geworden?“

Nach einer Coaching-Session vor circa einem Jahr, kam Bianca auf mich zu. Sie war Teil der Schulung gewesen und doch war ich überrascht, als sie mir, während ich meine Materialien zusammen sammelte, auf die Schulter tippte. Während des gesamten Coachings hatte sie sich im Hintergrund gehalten und nur etwas gesagt, wenn sie direkt angesprochen wurde. Auch jetzt sprach sie leise, fast ein Piepsen: „Du, Filiz, bitte entschuldige. Ich hoffe, es ist ok, wenn ich Dich etwas frage. Ich will ja nicht stören. Sag mal, wie bist Du so selbstbewusst geworden?“ In diesem Moment war Bianca nicht bewusst, welches Gedankenkarussell sie in Bewegung setzen würde. Ihr war nicht bewusst, dass ihre Frage mich selbst heute, ein Jahr später, noch nicht losgelassen hat. „Das ist eine gute Frage, Bianca“, sagte ich und legte eine kurze Pause ein: „Lass mich über eine Antwort nachdenken, gib mir Deine E-Mail-Adresse und ich werde Dir schreiben.“

Ich war schon immer stark. Das musste ich sein, von Geburt an. War ich aber schon immer selbstbewusst? Nein. Denke ich einmal 30 Jahre zurück, sehe ich ein Mädchen vor mir, dass zwar kontaktfreudig und neugierig war, aber noch nicht wirklich eine eigene Meinung hatte. Zu den grössten, scheinbar wichtigen Entscheidungen zählten damals die Auswahl des Pullis und die Farbe des Lidschattens. Dann wurde ich 19 und entschloss, auszuziehen und die weite Welt zu bereisen. Da machte sich plötzlich ein neues Gefühl breit, eines, was ich so noch nicht kannte, eines, welchem ich damals noch keinen Namen geben konnte.

Heute weiss ich: Was ich damals schon in Ansätzen spürte, war Self Empowerment.

Selbstbewusstsein gehört zu Self Empowerment

Was ist Self Empowerment?

„Empowerment“ ist eines dieser englischen Worte, das seinen Weg in die deutsche Sprache gefunden hat und bei dem es uns fast schon schwer fällt, eine klare, eindeutige Übersetzung zu finden, die dem, was es bedeutet noch gerecht wird. Self Empowerment bedeutet Selbst-Bemächtigung, aber nicht im Sinne eines Diktators, der andere unterdrückt. Self Empowerment bedeutet Selbst-Befähigung, aber irgendwie doch auch wieder viel mehr. 

Fragst Du fünf Personen, was der Begriff „Self Empowerment“ bedeutet, wirst Du höchstwahrscheinlich fünf verschiedene Antworten zu hören bekommen. Warum ist das so? Weil die Art und Weise, in denen Menschen Empowerment erleben, ganz individuell, ganz unterschiedlich ist. 

Historisch entstammt der Begriff „Empowerment“ aus der Befreiungsbewegung schwarzer Bürger in den USA und der amerikanischen Emanzipationsbewegung der Frauen. In beiden Fällen ging es darum, Unterdrückung zu beenden, die eigene Stärke zurückzugewinnen und sich für die eigenen Rechte einzusetzen. Schluss mit Machtlosigkeit und stattdessen eine Stärkung der Eigenmacht. Mehr Einflussmöglichkeiten, mehr Selbstbefähigung! Hierum geht es auch im Self Empowerment.

Judi Chamberlin, eine amerikanische Aktivistin und Autorin spricht in dem kollaborativen Buch „Selbstbefähigung fördern – Empowerment und psychiatrische Arbeit“, welches in Zusammenarbeit mit weiteren Psychologen und Wissenschaftlern entstanden ist von sechs Eigenschaften und Kompetenzen, die Teil des Self Empowerment sind. 

Dazu gehören:

  1. Die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen
  2. Den Zugang zu Informationen und Ressourcen zu haben
  3. Handlungsalternativen zur Verfügung zu haben
  4. Durchsetzungsfähigkeit
  5. Zu wissen, dass Du auch als Individuum etwas bewegen kannst
  6. Kritisches Denken

Was bedeutet Self Empowerment?

Für mich bedeutet es, die Zügel meines Lebens in der Hand zu haben. Ich habe die Kontrolle. Ich weiss, was ich kann, glaube an mich und vertraue in mich selbst. Ich kann in der Regel selbst Lösungen für meine Probleme finden. Mein gesamtes Handeln lehnt sich direkt an mein ganz eigenes Werte-System an. Ich setze mir Ziele und treffe meine eigenen Entscheidungen. 

Sobald Du Dir vertraust, sobald weisst Du zu leben.Johann Wolfgang von Goethe

Mein Selbstbewusstsein baut direkt auf dem Gefühl des Self Empowerment auf. Oder ist es anders herum? Hmm, da bin ich mir nicht sicher… das scheint mir fast eine „Das Huhn oder das Ei“-Frage zu sein. 

Nun, Deine Definition von Self Empowerment mag ganz anders klingen. Sie hängt von Deinen Erfahrungen, Deinen Glaubenssätzen und Deinem eigenen Werte-System ab. 

Vielleicht bist Du in einer sehr traditionellen Familie aufgewachsen, in der die Rolle der Frau ganz klar definiert war und es gewisse Erwartungshaltungen an Dich gab. Der Ausbruch aus dieser Rolle und das Streben nach einer Karriere könnte für Dich die Bedeutung von Self Empowerment sein. Vielleicht bedeutet Self Empowerment aber auch, in einer herausfordernden Situation die Kontrolle zu behalten und zum Beispiel als Ärztin eine Operation mit ruhiger Hand durchzuführen. Vielleicht hast Du Dich mit Deinem fortgeschrittenem Alter entschieden, ein Studium zu beginnen und Dir neues Wissen anzueignen. Auch das kann Self Empowerment bedeuten.

Von wem geht Self Empowerment aus?

Self Empowerment kann nur von Dir selbst ausgehen. Während Dein Umfeld, die Kultur und die Menschen, die Dich umgeben, Selbstbefähigung anregen und verstärken können, passiert das wirklich Entscheidende in Dir. 

Ein Leben voller Self Empowerment bedeutet, Deinen eigenen Weg zu gehen. Den Weg, den Du für den besten hältst, egal, was andere sagen. Klar, das ist sicher der schwierigere Pfad. Mit dem Strom zu schwimmen und darauf zu warten, dass jemand Entscheidungen für Dich trifft, ist immer einfacher. Hast Du diesen Beitrag bis hierher gelesen, weiss ich, dass Dir genau das nicht ausreicht. Du hast Träume, Du willst mehr.

Eleanor Roosevelt sagte einst: „No one can make you feel inferior without your consent“. Und Du solltest es niemals erlauben, dass Dich eine andere Person minderwertig fühlen lässt. Niemals.

Wie kannst Du die Kontrolle übernehmen?

Die Kontrolle über das eigene Leben übernehmen – irgendwie klingt das doch gar nicht kompliziert. Vielleicht bist Du auch der Überzeugung die Zügel bereits fest in der Hand zu halten. Vielleicht meinst Du, Du brauchst diesen ganzen Kram und die Gefühlsduselei hier gar nicht. 

Fakt ist, es schadet nie, einen langen, guten Blick in den Spiegel zu werfen. Wie sieht es in Deinem Leben wirklich aus? Wie steht es um Dein Wohlbefinden, Dein Herzensglück?

Selbstbefähigung baut wie so viele andere Kompetenzen auch, auf Selbstwahrnehmung auf. So oft im Leben warten wir auf andere, auf die selbsterklärten Experten, damit sie uns erzählen, wie wir uns zu fühlen haben. Wie wäre es, wenn wir stattdessen selbst unsere eigenen Experten werden – die Experten unseres Lebens, unserer Genialität?

Selbstwahrnehmung als Teil des Self Empowerment

Selbstwahrnehmung ist das Wissen, um die eigenen Gefühle, die eigenen Stärken und wie Du auf eine bestimmte Situation reagieren wirst. Mit einer guten Selbstwahrnehmung wirst Du feststellen, welche erstrebenswerten, positiven Eigenschaften Du an den Tag legst und welche Gewohnheiten, Deine Wirksamkeit einschränken. Sie erlaubt Dir ein vollständiges Verständnis Deiner Werte und eine kritische Betrachtung dieser. 

Nun, mit einem guten Blick auf das eigene Leben ist es noch nicht getan. Willst Du Dich wirklich selbst befähigen, musst Du vom Wollen ins Handeln übergehen. Hierzu möchte ich Dir sechs Schritte mit auf dem Weg geben. Diese können entweder auf eine ganz bestimmte Situation oder aber auf Dein Leben generell angewandt werden.

6 Schritte für mehr Self Empowerment

  • Definiere Dein Ziel!

    Überlege Dir für diese Übung ein Ziel, welches Deinen Einfluss in irgendeinem Bereich erweitert oder welches Dich so richtig aus Deiner Komfortzone herausholt. Das könnte zum Beispiel das Lernen einer neuen Sprache sein, damit Du in Deinem Urlaub mit anderen kommunizieren kannst. Das könnte die Führungsposition sein, für die Du Dich bisher noch nicht getraut hast, eine Bewerbung einzureichen. Das könnte sein, die Erwartungen einiger Verwandter abzuschütteln und Dich aus einem negativen Umfeld zu entfernen. Du bestimmt Dein Ziel ganz allein.

  • Eigne Dir Wissen an!

    Im nächsten Schritt gilt es, Dir Wissen anzueignen, welches Dir beim Erreichen Deines Ziels helfen wird. Finde mehr über eine Situation heraus! Finde mehr über die Menschen in Deinem Umfeld heraus! Willst Du Dich zum Beispiel für eine Führungsposition bewerben, solltest Du Dich im Vorfeld über das Unternehmen informieren und darüber, welche Erwartungen an Dich gestellt werden.

  • Glaube an Dich selbst!

    Eines ist für das Erreichen Deiner Ziele besonders wichtig: Zu wissen, dass Du sie tatsächlich erreichen kannst, der Glaube an Dich selbst. Die nötigen Informationen zu haben, auch über Deine eigenen Stärken und Schwächen, hilft Dir, dieses Vertrauen in Dich selbst zu entwickeln.

  • Sei bereit dazu, an Dir zu arbeiten!

    Self Empowerment kommt von Self Development. Um zu wachsen, musst Du an Dir arbeiten. Wer wahre Selbstbefähigung empfindet, will genau das auch, der ist hungrig, der will mehr.

  • Handle, falle hin und dann steh sofort wieder auf!

    Self Empowerment bedeutet, vor Hürden und Herausforderungen nicht zurück zu schrecken. Geht etwas schief – na und? Dann zeige Resilienz, steh auf, richte Dein Krönchen und mach weiter!

  • Reflektiere!

    Zur Selbstwahrnehmung gehört in diesem Fall auch die Selbstreflexion, was bedeutet, dass Du aus Deinen Fehlern lernst und zugibst, wenn Du Deine Grenzen erreicht hast. Du hast Dich getraut Deine Komfortzone zu verlassen? Du hast Dich selbst befähigt? Genial! Nun reflektiere und schau auf all Deine Erfolge zurück! Jede noch so kleine Veränderung gilt als Schritt nach vorn.

Infografik zu Self Empowerment und Selbstbefähigung

Was, wenn?

Was viele Menschen vom Erreichen ihrer Ziele abhält, sind all die „Was, wenn…’s“

Du könntest den neuen Job akzeptieren, was, aber wenn …

Was, wenn Du besser vorgesorgt hättest?

Was, wenn etwas schiefgeht?

Eine Mischung aus Unsicherheit und Bereuen und aus der Angst etwas zu verpassen. Statt Dich auf die „Was, wenn…’s“ zu fokussieren, solltest Du damit beginnen zu vertrauen. Darauf vertrauen, dass Du die richtige Entscheidung treffen wirst, darauf vertrauen, dass Du Herausforderungen meistern kannst und das Vertrauen in Deine eigenen Kompetenzen. Glaube an Dich selbst! Aus einem „Was, wenn…“ wird so ein „Und wenn’s schief geht, na und! Dann suche ich nach einer anderen Lösung.“ 

Klar, dieses Vertrauen, dass alles gut wird, kommt nicht mit einem Fingerschnippen, nicht wirklich überzeugend zumindest. Es wird Tage geben, an denen die „Was, wenn..’s“ besonders laut sind und Du Dich fragst: „Warum ich?“. Die habe ich auch. Doch nachdem ich mich auf dem Boden meiner Selbstmitleids-Pfütze wiederfinde, erinnere ich mich daran, dass Jammern noch niemanden weitergebracht hat. Selbstmitleid löst keine Probleme. 

Bist Du in der Lage ein Mindset des Vertrauens zu kultivieren, entsteht eine gewaltige Selbstmotivation, ein Hunger gar. Lässt Du nun Taten folgen und nutzt Du Deine Stärken und Fähigkeiten, wird sich Self Empowerment einstellen… und damit auch Selbstbewusstsein.

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