Stärkenorientiertes Führen hat sehr viel Kommunikation und Motivation zu tun.

Stärkenorientiertes Führen

Filiz Scarcella Allgemein Leave a Comment

Nun habe ich bereits zwei Blogbeiträge zum Thema “Stärken” verfasst und trotzdem werde ich der Materie nicht müde. Warum? Weil ich der Meinung bin, dass nur derjenige wirklich erfolgreich sein kann, der seine Stärken kennt und die Möglichkeit hat, sie zu vertiefen und einzusetzen. Viele Angestellte haben diese Chance derzeit leider (noch) nicht. Kein Wunder also, dass sie nicht motiviert sind und lediglich “Dienst nach Vorschrift” machen. Aber: Stärkenorientiertes Führen gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird bereits in vielen Unternehmen erfolgreich praktiziert.

Was ist stärkenorientiertes Führen?

Prinzipiell geht es beim stärkenorientiertem Führen darum, den richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle mit den passenden Herausforderungen zu beauftragen. Diese sollten ihm oder ihr die Möglichkeit geben, die eigenen Stärken zu nutzen und weiterzuentwickeln. Soweit so gut.

Der erste Schritt ist immer eine Konzentration auf das Positive.
Schwächen sind meist offensichtlich. “Du bist nicht gut im Selbstmanagement? Na gut, dann schicken wir Dich mal auf ein Seminar.” Selten wurden Spitzenleistungen durch Fokussierung auf Schwächen erzielt – eher ein Mittelmass!

Es gilt vielmehr, sich den natürlichen Anlagen, den Naturtalenten und Stärken des einzelnen Mitarbeiters zuzuwenden. Hast Du Spass am öffentlichem Sprechen und bist gut darin, könnte ein Coaching zu Verkaufsstrategien das richtige für Dich sein.

Viele wissen nicht, was die eigenen Stärken sind. Führungskräfte können dies durch Stärkenorientierung herausfinden.

Wie erkennst Du als Führungskraft die Stärken Deiner Mitarbeiter?

Um zu wissen, was Deine Angestellten gut können musst Du zuallererst einmal wissen, wer sie überhaupt sind. Lerne die Personen selbst kennen! Zeige Interesse! Investiere Deine kostbare Zeit! Schule Deine Menschenkenntnis und emotionale Intelligenz und versuche zu verstehen, was Deine Kollegen motiviert.

Beobachtest Du Deine Mitarbeiter, kannst Du auch feststellen, welche Aufgaben sie mit Eigenmotivation angehen. Wo werden Erfolge erzielt? Was kann wer besonders gut?

Moment einmal: Kennst Du überhaupt Deine eigenen Stärken? Macht Dir Deine Arbeit Spass, weil Du das Gefühl hast, Du kannst, was Du gern machst, so richtig ausleben? Wenn Du Dir selbst nicht sicher bist, was Du gut kannst, lege ich Dir meinen Artikel “Stärken erkennen” ans Herz. Eine Riesenquelle an Motivation kommt immer von der Führungskraft selbst und ob Du vorlebst, was Du Deinen Kollegen vermitteln möchtest!

Vier Vorteile von stärkenorientiertem Führen

Eigenmotivation:

Die Managementlehre unterscheidet prinzipiell in zwei verschiedene Motivationsarten – Extrinsische und intrinsische Motivation. Ein hübscher Firmenwagen, der Bonus am Jahresende, all das sind Faktoren, die einen Mitarbeiter “von aussen” motivieren sollen.

Diese Massnahmen sind nie langfristig, denn schnell wird das “tolle Neue” als Standard angesehen und die Motivation die anfänglich da war flacht wieder ab. Was Du wirklich in Deinen Kollegen erzeugen möchtest, ist intrinsische Motivation, also Engagement von innen heraus. Ich tue etwas, weil es mir Spass macht. Meine Arbeit macht mich glücklich.

Stärkenorientiertes Führen kann diese Eigenmotivation entfachen.

Kraft- und Zeiteinsparung:

Durch stärkenorientiertes Führen sind Deine Mitarbeiter motivierter selbstverantwortlich zu handeln. Sie fühlen sich dem Unternehmen zugehöriger und wissen genau, was sie zum grossen Ganzen beitragen. Du selbst sparst Dir die Zeit, Energie und Nerven die Du investieren müsstest, würdest Du den Kollegen mit Kritik und Mikromanagement führen.

Mehr Erfolg:

Wer etwas gern macht, der macht es besser. Werden Stärken dann noch gefördert und Ergebnisse entsprechend zur Kenntnis genommen, sind langfristig Spitzenleistungen möglich.

Ziele erreichen:

Jeder von uns hat Ziele, selbst wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Wir wollen etwas bewegen, etwas umsetzten, Freude haben. Sind wir motivierter, kreativer und produktiver wird es uns leichter fallen, unsere persönlichen aber auch die Ziele des Unternehmens, für das wir arbeiten zu erreichen.

Der erste Schritt zum stärkentorientiertem Führen ist immer ein Fokus auf das Positive.

Wie setzt man Stärkenorientierung bei der Führung von Mitarbeitern ein?

Beobachtest Du Deine Mitarbeiter genau und führst regelmässig Gespräche mit ihnen, so wirst Du Dir eine Art “Stärkenprofil” anlegen können. Deine Fremdeinschätzung kann durch eine Selbsteinschätzung des Kollegen selbst ergänzt werden. Online-Fragebögen sind hierbei ein hilfreiches Werkzeug.

Nun überlege im nächsten Schritt mit dem Mitarbeiter gemeinsam, welche Ergebnisse in der Vergangenheit erreicht wurden und welche Stärken hierbei zum Einsatz kamen. Hat dem Kollegen die Aufgabe Spass gemacht?

In Mitarbeitergesprächen können Ziele für die Zukunft gesetzt werden, wobei der Fokus auf der Weiterentwicklung der Stärken und der Entfaltung der Talente liegt. Was braucht er oder sie für die Entwicklung? Gibt es Hilfsmittel oder Schulungen, die den Angestellten interessieren?

Die richtige Aufgabe für den richtigen Mitarbeiter

Unsere Infografik gibt Tipps für stärkenorientiertes Führen.

Die Infografik Stärkenorientiertes Führen zeigt den Weg der Kommunikation und gibt Tipps zur Stärkenorientierung für Führungskräfte.
Überlege Dir, welche Anforderungen die Aufgaben mit sich bringen, die in Deinem Verantwortungsbereich liegen und welcher Mitarbeiter die Eigenschaften mitbringt um diesen am besten gerecht zu werden. Finde den richtigen Mitarbeiter für das Projekt! Bist Du Dir nicht ganz sicher, wer “am geeignetsten” ist, dann teste doch einfach aus! Klar, das bringt ein Risiko mit sich, kann aber wahres Können identifizieren.

Hat jeder Mitarbeiter ein bestimmtes Aufgabenprofil, das zu der jeweiligen Person passt, steigert sich nicht nur die Leistung sondern auch die Motivation.

Gewöhne Dir an, stärkenorientiertes Feedback zu geben. Das bedeutet, dass Du nicht nur die Leistung wertschätzt, die ein Kollege vollbracht hat, sondern vor allem auch die Stärken, die ihm dies ermöglicht haben. Diese gewinnen so an noch mehr Bedeutung.

Die Leistung des Mitarbeiters steigert sich wird ein Fokus auf Stärken gelegt.

Aber Achtung: Zu stärkenorientiertem Feedback zählt auch, anzusprechen, wenn etwas nicht so gut lief. Dann aber so, dass in Zukunft durch den Einsatz anderer Eigenschaften bessere Ergebnisse erzielt werden können. Es geht beim stärkenorientiertem Führen nicht darum, Schwächen ganz zu ignorieren. Ist eine Tätigkeit, die Dir nicht so leicht fällt, wichtig, um Deinen Job korrekt auszuführen, so muss auch an dieser gearbeitet werden.

Einen der wichtigsten Punkte des stärkenorientierten Führens habe ich bereits angesprochen: Du musst als Führungskraft die Stärkenorientierung vorleben! Beobachte Dich genau selbst! Finde Dein Arbeitsglück!

Fazit

Prinzipiell ist die Idee des stärkenorientiertem Führens ganz einfach: Stärken bei Mitarbeitern erkennen – Stärken stärken – passendes Aufgabenprofil schaffen – Spass haben und motiviert sein – Erfolg.

Hast Du bereits Erfahrungen mit stärkenorientiertem Führen gemacht? Weisst Du selbst genau, was Deine Stärken sind?

Filiz Scarcella arbeitet nach der Positive Leadership – Methode und wirbt für stärkeorientiertes Führen. Sie inspiriert Führungskräften, Unternehmer und kreative Macher, wie sie ihre Ziele, Kommunikation und Wertschätzung vereinen können, dass Flow, Erfolg und mehr Sinnhaftigkeit in ihr Arbeitsleben tritt. Sie hilft die persönlichen Grenzen
zu sprengen und motiviert für mehr Verantwortung, Perspektive und Augenhöhe. Lerne Filiz bei einem virtuellen Kaffe kennen.

 

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