Zwischenmenschliche Beziehungen im Beruf helfen bei der Team-Arbeit und der Mitarbeiterzufriedenheit.

Zwischenmenschliche Beziehungen im Beruf – Warum sie so wichtig sind

Filiz Scarcella Allgemein 2 Comments

Was zählt?

Denk einmal über Deinen perfekten Job nach! Was ist Dir wichtig?

  1.     Viiiiiel Geld, ein Firmenwagen und ein fetter Bonus zum Jahresende
  2.     Ein Job, in dem Du Deine Stärken einsetzen und weiterentwickeln kannst
  3.     Wenn Du Dich morgens bereits auf Deine Kollegen freust und darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Wählst du Nummer 1, so wird Dir dieser Blogbeitrag nicht viel Mehrwert liefern. Verbringe die nächsten vier Minuten also lieber damit, etwas zu tun, was Du einzig und allein darum machst, weil Du Spass dabei hast.

Möchtest Du Dein volles Potential in Deinem Job entfalten können oder Deine Kollegen dazu anregen dies zu tun? Prima! Lies Dir gleich meine Beiträge zum Positive Leadership durch! In diesem Führungsmodell wird sich darauf fokussiert, was wir wirklich gut können und wie wir diese Talente nutzen sollten, um mehr Zufriedenheit und Glück in unserer Arbeit zu finden. Weitere Informationen dazu, findest Du unter folgendem Link: Positive Leadership – Führen mit Herz und Fokus

Vielleicht hast Du Dich aber auch für Nummer 3 entschieden. Tatsächlich ist es (für die Mehrzahl aller Menschen) extrem wichtig, gute zwischenmenschliche Beziehungen in der Arbeit zu führen. Auf gute Teamarbeit wird viel Wert gelegt. Warum ist das so?

Zwischenmenschliche Beziehungen sind wichtig, denn mit einem guten Team ist man selbst stärker.

Manchmal ist es Gekicher, manchmal Gähnen

Ich bin in vielen Unternehmen unterwegs, lerne verschiedene Menschen, bestehende Führungsmodelle und Chef-Typen kennen. Während ich mit einem Kaffee auf den Beginn meiner Meetings oder Coachings warte, versuche ich mich bereits in die Firmenatmosphäre einzufühlen.

Manchmal dringt Gekicher aus Büros, manchmal lächeln mich Leute im Flur an und stellen sich vor, obwohl sie nicht einmal wissen, warum ich da bin. Manchmal höre ich aber lediglich das Klimpern der Tasten, das Rauschen der Ventilatoren und das Schlurfen der Schuhe im Gang, oft auch Gähnen. Kannst Du Dir vorstellen, welches dieser zwei Arten von Unternehmen das erfolgreichere ist?

Wir brauchen Beziehungen

Martin Seligman forscht seit Jahren daran, was das menschliche Leben „gelingend“ macht. Er hat sich der positiven Psychologie verschrieben und ist der Meinung: „Nur sehr wenig von dem, was positiv ist, ist einsam.“

Der Amerikaner sagt, dass neben positiven Gefühlen, Engagement und Sinnhaftigkeit, vor allem auch soziale Beziehungen eine ausschlaggebende Rolle für unser Glück und ein erfülltes Leben spielen. Kennst Du das Sprichwort „Geteiltes Leid, ist halbes Leid“? Viel seltener hört man „Geteilte Freude ist doppelte Freude“. Warum ist das so? Weil es uns schon immer leichter fällt, uns auf das zu fokussieren, was schlecht läuft. An unseren Schwächen arbeiten wir im Durchschnitt mehr als an unseren Stärken.

Einsamkeit ist (für die meisten) nicht auf Dauer zu ertragen. Sie kann sogar krank machen. Wir wollen uns binden, wir wollen Erfahrungen, Erinnerungen und glückliche Momente teilen. Um dies zu tun, braucht es Freunde oder zumindest Menschen, denen man vertraut.

Zitat Dalai Lama Wir brauchen zwischenmenschliche Beziehungen

Zwischenmenschliche Beziehungen im Beruf: Hast Du einen Arbeitsfreund?

Das US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup führt jährlich Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Mittlerweile beschränkt sich das Formular auf lediglich 12 Fragen. Laut Recherche des Unternehmens reicht das vollkommen aus, um zu erfassen, wie glücklich eine Person mit ihrem Job, der Führungskraft und den übertragenen Aufgaben ist.

Eine dieser Fragen ist: Hast Du einen besten Freund in der Arbeit?

Mitarbeiter, die dies positiv beantworten, sind in der Regel widerstandsfähiger, motivierter und fühlen sich ausserdem in der Lage, die eigene Meinung zu äussern. Es ist einfach schön zu wissen, es gibt da jemanden, an den man sich wenden kann, wenn es mal stressig wird, jemanden, der mit Dir einen Kaffee trinkt, wenn Dir die Augen bei der Arbeit an einem langwierigen Projekt zufallen. Aber auch jemand, der mal herzhaft mit Dir lacht. Das ist einfach gesund, lockert auf und macht den Kopf frei. Wer zusammen lacht, der kooperiert auch besser.

Zwischenmenschliche Beziehungen: Wenn aus Kollegen Freunde werden sind sie Frollegen.

Zugegeben: Im Arbeitsalltag kann es eine echte Herausforderung sein, ehrliche und aufrichtige Beziehungen aufzubauen. Da müssen wir Kompromisse schliessen, uns trauen die eigene Meinung zu sagen aber auch die von anderen akzeptieren. Wir müssen Toleranz üben und empathisch auf die Kollegen eingehen.

Da braucht es emotionale Intelligenz!

Wir verbringen ungefähr ein Drittel unserer Lebenszeit in der Arbeit. Manchmal hast Du einen guten Tag, manchmal läuft so einiges schief. Es gibt immer Konfliktpotenzial – wichtig ist nur, wie man damit umgeht.

Filiz’ Tipps:
  • Kehre zuallererst vor Deiner eigenen Tür! Reflektiere, wie Du Dich in einer Situation verhalten hast, bevor Du einem Kollegen an die Gurgel gehst. Versetze Dich in andere hinein!

  • Verantwortung übernehmen, statt Rache zu üben! Reden, reden, reden! Sei der Stärkere und sprich ruhig über einen Konflikt, statt einen Kommentar gleich als Angriff zu verstehen und Dich aggressiv zu wehren. Lass Dir Deine wertvolle Zeit und Energie nicht von Negativität rauben!

  • Vermeide Gerüchte und Spekulationen! Da wird getuschelt, da wird sich umgedreht – Ein Team funktioniert nur dann gut, wenn alle ehrlich und respektvoll miteinander umgehen. Wenn mich etwas stört, spreche ich es auch an. Basta!

Oft ist es aber auch im Vorhinein ganz einfach Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden. Wie?

Mit Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe!

Das 1×1 der Beziehungsförderung

Führe doch gleich morgen mal ein Experiment durch! Wenn Du morgens in die Arbeit kommst, begrüsse Deine Kollegen – aber so richtig.

Gehe auf jeden einzeln zu, stelle eine persönliche Frage – Wie geht’s dem Hasen? Den Kindern? Freust Du Dich schon auf den nächsten Urlaub?

Versuche dabei auch körperlichen Kontakt aufzubauen. Eine Hand auf der Schulter, eine kurze Umarmung – das ist ganz von Dir abhängig. Vielleicht musst/willst Du es auch morgen noch nicht so weit kommen lassen aber versuche doch einfach diesem einfachen Weg bereits morgens für gute Laune zu sorgen, jeden Tag einen Schritt näher zu kommen.

Oder warum überraschst Du Deine Kollegen nicht mit etwas Unerwartetem? Vor Kurzem entschloss ich mich ganz spontan dazu, einer mir unbekannten Person, die neben mir im Zug sass, ein Stück meiner Schokolade anzubieten. Warum denn nicht?

Ausserdem ist gemeinsames Essen ein ganz gehöriger Beziehungsförderer. Wenn Du es bisher noch nicht tust, dann setze Dich doch mit Deinen Kollegen an den Mittagstisch – auch oder besser vor allem, wenn Du Führungskraft bist.

Zwischenmenschliche Beziehung Führungskraft – Angestellter

Wer ein Team führen will, der braucht Soft Skills, also persönliche Kompetenzen und Fähigkeiten, die Teil von emotionaler Intelligenz sind. Wie gut kannst Du mit verschiedenen Persönlichkeiten umgehen? Wie viel Einfühlungsvermögen besitzt Du?

Die Grundidee von Positive Leadership ist es, Stärken individuell zu fördern und auf die Kollegen einzugehen. Wie willst Du das machen, wenn Du schlichtweg kein Interesse an anderen Menschen hast? Wie willst Du eine Vision teilen, wenn Dir Motivationsfähigkeit fehlt?

Wie willst Du führen, wenn Du nicht in der Lage bist, Deinem eigenem Leben eine Richtung, ein Ziel zu geben?

Die grösste Herausforderung besteht für Führungskräfte wohl meist darin, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. Das gelingt nur, wenn Du authentisch und fair bist – vor allem aber dann, wenn Du Menschen und Beziehungen mit ihnen magst.

Hast Du einen Arbeitsfreund? Wie empfindest Du die zwischenmenschliche Atmosphäre in Deinem Job?

Hinterlasse mir gern einen Kommentar und teile diesen Artikel in Deinem sozialen Netzwerk! Vielleicht erreichst Du damit jemanden, der sich gerade Gedanken dazu macht.

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Mit meiner Can-Do-Einstellung unterstützt ich Dich als Führungskraft zu mehr Eigenverantwortung, Perspektive und Positivität. Ich bin für stärkeorientiertes Führen und möchte Dir helfen, Deine Mitarbeiter zu Mitunternehmer zu machen. Denn motivierte Mitunternehmer übernehmen schneller Verantwortung und können Entscheidungen gezielter treffen. Für Deine Zufriedenheit und persönlichen Erfolg unterstütze ich Dich bei Herausforderungen im Führungs- und Karrierealltag. Lerne mich bei einem virtuellen Kaffe kennen. Ich freue mich auf Dich. Deine Filiz Scarcella

 


 

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Comments 2

  1. Ich finde Ihre Artikel spannend, habe aber eine Anmerkung: Körperkontakt, da denke ich sollten wir in unserer Kultur vorsichtig sein. Auch mit den vielen neu auftretenden Anschuldigungen aufgrund von Sexismus etc. sollten uns lehren vorsichtiger sein. Vor allem Menschen, die eben kein Gefühl für das Gegenüber haben, die die Sprache der zwischenmenschlichen Beziehung nicht beherrschen, denen sollte man keinesfalls den Rat erteilen, oder sie gar ermtigen Körperkontakt zu suchen. Das ist ein heickles Thema und ich denke Sie sollten diesen Ratschlag etwas differenzieren.

    1. Liebe Mary-Anne, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ja Deine Anmerkung ist natürlich gerechtfertigt. Ich meine hier die Arbeitskollegen, bei denen man natürlich auch ein gutes und vertrautes Gefühl hat und aufbauen kann. Arbeitskollegen die Frollegen werden/sind (Frollegen = Kollege + Freund). Ich finde wir sollten nicht in Angst leben und zu vorsichtig sollten wir auch nicht sein. Das schürt Unsicherheit. Ein Vorgesetzter, Ein Unternehmer oder Projektleiter hat ganz gute Vorstellungen, was ethisch vertretbar ist, wenn er seinen Job positiv und erfolgreich umsetzen möchte, ansonsten ist er tatsächlich falsch.
      Die Berührung ist ebenfalls gleichzustellen, wie das direkte ansehen, wenn ich mit jemandem spreche. Ich baue damit Rapport auf. Rapport ist die Beziehung zwischen Sprache, Mensch und Gefühl. Das ist das, womit ich Dich auf Augenhöhe stelle und meine Wertschätzung und mein Interesse zeige.

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